Tanz in München : Ein Ritt auf der Musik

Charisma-Prüfung: Das Bayerische Staatsballett bringt in „Waves and Circles“ drei Choreographien zur Aufführung, darunter eine Uraufführung von Emma Portner.
Je mehr das Repertoire des 19. und 20. Jahrhunderts von den Tanz-Spielplänen der Theater verschwindet, desto mehr scheint es ersetzt zu werden durch Werke, deren ästhetische Eignung zum Klassiker fragwürdiger ist. Die Freiheiten von Ballettdirektoren müssten umso größer sein, als der Tanz hohe Auslastungszahlen erzielt. Auch das Bayerische Staatsballett spielt vor anhaltend ausverkauftem Haus. Seit kurz vor Jahresende zeigt es den neuen Ballettabend „Waves and Circles“, ein Programm aus drei Choreographien, zwei Repertoirewerken von 1961 und von 2016 sowie einer Uraufführung. Stemmt es sich auch damit wie mit seinen Repertoirewerken „La Sylphide“, „Onegin“ oder „Illusionen wie Schwanensee“ dem Trend zum Vergessen entgegen? Das ist nicht so einfach zu beantworten.
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