Unterwegs auf den Wahlpartys : Selfies mit Höcke und Witze über Abschiebungszahlen

Weiße Friedenstaube auf blauer Muskelbrust: Beim Potsdamer Wahlabend offenbart sich eine fundamentale Verschiebung der politischen Tektonik der Bundesrepublik. Mit dabei ist Björn Höcke – warum wohl?
Vor einigen Tagen war Olaf Scholz zu Gast in Prenzlau. In der stadtbildprägenden Marienkirche, dort, wo 1632 die Leiche des Schwedenkönigs Gustav Adolf aufgebahrt lag, beantwortete der Bundeskanzler anderthalb Stunden lang Fragen zu seiner politischen Haltung. Eingeladen hatte ihn nicht etwa der brandenburgische Ministerpräsident Dietmar Woidke, der im Wahlkampf auf Fotos mit ihm verzichtete, sondern der lokale SPD-Bundestagsabgeordnete. Selbst die ansässige SPD-Landtagsabgeordnete ignorierte den hohen Besuch in ihrer Heimatstadt und kürte zur selben Zeit lieber auf einem Bauernfest die neue Brandenburger Erntekönigin. Der andere Prenzlauer Abgeordnete im Brandenburger Landtag, der AfD-Politiker Felix Teichner, ließ sich hingegen die Gelegenheit nicht nehmen und war mit mehreren hundert Gesinnungsgenossen vor Ort, um gegen den Bundeskanzler und dessen Politik zu protestieren. Vor der Kirche skandierten sie lautstark „Scholz muss weg“.
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