FAZ+ (abopflichtiger Inhalt);Roman „Vatertag“ :
Ich könnte ein anderer sein

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Im Roman „Vatertag“ hat der Sohn erst wenige Monate zuvor seinen Vater verloren.
Im Roman „Vatertag“ hat der Sohn erst wenige Monate zuvor seinen Vater verloren.Florian Sonntag

Was widerfährt jemandem, dem ein Elternteil verstirbt? In „Vatertag“ erzählt Hans-Joachim Gögl von dem ungewöhnlichen Versuch eines Sohnes, dem Vater nahe zu bleiben.

Wie die Trauer selbst kommen und gehen die Erinnerungen des Protagonisten in Wellen. Unbemerkt bauen sie sich auf und verformen sich, bis sie brechen. „Jetzt weiß ich, was fehlt. Seit einer Viertelstunde wäre er schon da“, heißt es dann plötzlich. Wieder entgleitet der Sohn der Gegenwart, wieder verliert er sich in Vergangenem. Wie es war, als er seinen Vater jeden Freitag um halb elf am Empfang seiner Designagentur mit der ältesten Mitarbeiterin plaudern hörte. Wie der Vater ihn spüren ließ, dass er die Unruhe im Büro missbilligte und ihm der rastlose Lebensstil des Sohnes missfiel.

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