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Netzpolitik : Ein Wettrüsten, das nur Verlierer kennt

  • -Aktualisiert am

Im Alleingang lässt sich gegen Abschottung und Aufrüstung im Cyberspace nichts ausrichten: Treffpunkt auf der Cyber-Tech-Konferenz in Tel Aviv Ende Januar. Bild: EPA

Sicherheit, Wirtschaft, Menschenrechte: Die digitalen Probleme der Gegenwart könnten dramatischere Folgen haben als der Klimawandel. Mögliche Lösung: eine Art KSZE für den Cyberspace.

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          Instabilität im Cyberspace ist für die Zukunft der Menschheit ebenso gefährlich wie der Klimawandel. Vier Milliarden Menschen nutzen das Internet, rund vier Billionen Dollar ist der E-Commerce-Markt schwer, Tendenz steigend. Ein nicht funktionierendes Internet würde Gesellschaft, Politik und Wirtschaft ins Chaos stürzen. Auch die digitale Welt braucht Frieden, Vertrauen und Verständigung. Und dennoch wird digital von allen Seiten unter Hochdruck aufgerüstet, schreitet die Militarisierung des Cyberspace ungebremst voran. „Cyber“ ist wieder ein Top-Thema bei der Münchner Sicherheitskonferenz, die am Freitag beginnt. Taumeln wir in einen regelrechten Cyberkrieg? Oder können wir den Weg bahnen in eine neue „Cyberentspannung“?

          Der Begriff Cyberkrieg tauchte erstmals vor 25 Jahren in einer Studie der Rand Corporation auf. 1993 war bereits klar, dass das Internet nicht nur ein gigantisches wirtschaftliches und gesellschaftliches Potential hat, sondern auch missbraucht werden kann. Rand war schon in den sechziger Jahren an der Entwicklung des Internets beteiligt. Damals drohte ein Atomkrieg. Seither hat sich die Welt geändert, das Internet ist zu einer universellen Infrastruktur geworden. Nicht geändert aber haben sich die Machtkämpfe zwischen den Großmächten. Déjà-vu im Cyberspace.

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