NSU-Prozess : Redebedarf nach mehr als zwei Jahren

Beate Zschäpe will sich im NSU-Prozess über den Rat ihrer Verteidiger hinwegsetzen und nach zweieinhalb Jahren ihr Schweigen brechen. Doch eine Aussage könnte sich für Zschäpe deutlich nachteilig auswirken.
„Bei einer solchen Anklage ist Schweigen die einzige Option.“ Das sagte Verteidiger Wolfgang Stahl im vergangenen Jahr der F.A.Z. Und das war auch der dringliche Rat, den er und seine Kollegen Wolfgang Heer und Anja Sturm ihrer Mandantin, der Hauptangeklagten Beate Zschäpe, gaben. Der Prozessstoff sei so umfangreich, und vieles liege so lange zurück – die Wahrscheinlichkeit, sich in Widersprüche zu verstricken sei einfach zu hoch. Eine falsche Erinnerung in einem winzigen Punkt berge die Gefahr, ihre Glaubwürdigkeit zu erschüttern.




