Minister will Unfälle vermeiden : Dobrindt fordert Wegfahrsperren für Alkoholsünder

Wer schon einmal alkoholisiert beim Fahren erwischt wurde, kann sein Auto vielleicht bald nur noch nach Atemmessung starten. Verkehrsminister Dobrindt arbeitet an einem entsprechenden Gesetzesentwurf.
Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) will einem Zeitungsbericht zufolge erreichen, dass Alkoholsünder künftig per automatischer Sperre am Fahren gehindert werden. Demnach soll der Wagen nur dann starten können, wenn eine vorherige Atemmessung Entwarnung gegeben hat, wie die „Passauer Neuen Presse“ berichtete.
Das Blatt berief sich auf den „Unfallverhütungsbericht“ des Verkehrsministeriums, der am Mittwoch vom Bundeskabinett beraten werden solle. Das Ministerium bereite derzeit die Rechtsgrundlagen zur Einführung derartiger Wegfahrsperren vor. „Das Starten des Motors ist ohne vorherige Alkoholmessung nicht möglich“, wird aus der Kabinettsvorlage zitiert. Darin würden zudem verstärkte Geschwindigkeitskontrollen an Unfallschwerpunkten gefordert.
Dem Pressebericht zufolge wurden im vergangenen Jahr in Deutschland 3459 Menschen im Straßenverkehr getötet. Dies seien zwar mehr als 2014, als die Zahl 3377 betragen habe, aber 50 Prozent weniger als im Jahr 2001. In 256 Fällen, und somit bei etwa jedem dreizehnten Verkehrstoten, war Alkoholeinfluss die Unfallursache.





