Türkei : Mindestens vier Tote bei Anschlag in Izmir

Die Detonation einer Autobombe vor einem Justizgebäude in Izmir hat zwei Menschen getötet. Sicherheitskräfte erschossen angeblich auch zwei Attentäter, ein dritter soll noch auf der Flucht sein.
Ein Autobombenanschlag vor dem Justizgebäude in der westtürkischen Millionenmetropole Izmir hat nach Behördenangaben zwei Todesopfer gefordert. Erste Hinweise deuteten darauf hin, dass die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK den Anschlag verübt habe, sagte der Gouverneur von Izmir, Erol Ayyildiz, am Donnerstagnachmittag. Bei den Opfern handele es sich um einen Polizisten und einen Gerichtsmitarbeiter. Bis zu sieben Menschen seien verletzt worden.
Die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu berichtete, nach der Detonation hätten sich Sicherheitskräfte Schusswechsel mit drei „Terroristen“ geliefert. Zwei Angreifer seien dabei getötet worden. Einer befinde sich noch auf der Flucht. Nach Angaben von Ayyildiz wurde ein zweites verdächtiges Fahrzeug kontrolliert gesprengt.

Der Sender CNN Türk berichtete, die Autobombe sei vor dem Eingang für Richter und Staatsanwälte explodiert. Das Gerichtsgebäude sei evakuiert worden. Die Polizei suche den flüchtigen dritten Terroristen mit Unterstützung von Hubschraubern. Eine Nachrichtensperre sei verhängt worden.
Izmir ist nach Istanbul und Ankara die drittgrößte Stadt der Türkei. Seit der Eskalation der Gewalt im Land im Sommer 2015 ist Izmir bislang von schweren Anschlägen verschont geblieben. In Istanbul hingegen hatte ein Terrorist erst in der Silvesternacht in einem Klub 39 Menschen getötet. Die Verantwortung für die Tat in Istanbul reklamierte die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS).





