Kommentar :
Die rote Linie

Günther Nonnenmacher
Ein Kommentar von Günther Nonnenmacher
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Obama hat eine „Eindämmungspolitik“ gegenüber Teheran abgelehnt. Das ist seine bisher stärkste Warnung. Viel spricht dafür, dass er auf diese Weise Israel von einem Angriff auf Iran abhalten will.

Der Satz, er „betreibe keine Eindämmungspolitik“, ist die bisher stärkste Warnung, die Präsident Obama an Teheran gerichtet hat. Er geht über die bisher gebrauchte Formulierung, es seien „alle Optionen auf dem Tisch“, die im Vagen hält, welche Maßnahmen Amerika gegen die iranische Nuklearrüstung ergreifen will, erheblich hinaus. Die Ablehnung einer „containment“-Strategie besagt, dass Washington nicht bereit ist, eine „iranische Bombe“ zu dulden und lediglich vor deren Gebrauch durch Androhung katastrophaler Konsequenzen abzuschrecken. Obama ist, wie im Lehrbuch der Abschreckungstheorie nachzulesen, eine Selbstbindung eingegangen, die er nicht einfach lösen kann, ohne dass Amerika seine Glaubwürdigkeit als Schutzmacht Israels (und vieler anderer Staaten in der Welt) verliert.

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