Islamistischer Terror : Nicht nur in Mali
Der Terror der Dschihadisten mit Verbindung zu Al Qaida kennt keine Grenzen. Das Geiseldrama auf einem algerischen Gasfeld zeigt, welche Gefahr sich da zusammenbraut.
Was auch immer der Zweck der algerischen Militäroperation war - Befreiung der Geiseln oder Tötung der islamistischen Geiselnehmer, die am Mittwoch eine Erdgasanlage gestürmt hatten -, so fallen doch die ersten Nachrichten schlimm aus: Offenbar haben viele Geiseln das Leben verloren, erschossen vielleicht von den Terroristen, vielleicht auch umgekommen im Feuer der algerischen Kampfhubschrauber. Träfe Letzteres zu, wäre die Aktion ein Desaster, welches auf die algerische Führung zurückschlüge, die so oder so ein Blutbad in Kauf genommen hat.
Hart trifft die Geiselnahme die algerische Energiewirtschaft; ausländische Unternehmen werden jetzt ihr Engagement überprüfen.
Denn der Sturm auf die Förderanlage In Amenas zeigt, dass die Dschihadisten mit Verbindung zu Al Qaida ihr Unwesen nicht nur in Mali treiben. Der Terror ist transnationaler Art, er kennt keine Grenzen.
Sollte die algerische Führung geglaubt haben, man könne die vagabundierenden Islamisten irgendwie fernhalten, dann wurde sie eines anderen belehrt. Hoffentlich ist nun allen klar, welche Gefahr sich da in der Region zusammenbraut.






