Antideutsche Ressentiments : Was erlaubt sich Allemagne!

In Frankreich blühen zur Griechen-Krise die tollsten antideutschen Ressentiments. Gemäßigte Kreise loben zwar Merkel, radikale empfehlen aber einen „Germexit“.
Als Klassenkampf der deutschen Rentner gegen die griechische Jugend wird in Frankreich der Streit um einen vorübergehenden Grexit interpretiert. Ihn hatte der frühere Staatspräsident Giscard d’Estaing allerdings schon vor Wolfgang Schäuble gefordert. Von einem Kulturkampf der tugendhaften Protestanten gegen die Katholiken, denen Schulden und Sünden keine Gewissensbisse bereiten, ist die Rede, von deutschem Massentourismus und der griechischen Einwanderung. Oder nach altem Rechts-links-Schema: Mit dem „Diktat“ (Dominique Strauss-Kahn) der deutschen Politik triumphiere die Konterrevolution. Prominente Genossen, darunter auch Strauss-Kahn, schreiben „Briefe an meinen deutschen Freund“ – wie Albert Camus nach dem Zweiten Weltkrieg. Und Historiker erklären den ganzen Schlamassel mit der Geschichte von dreitausend Jahren.





