Feuilleton

Pas de deux: Lex Barker als Old Shatterhand trägt 1965 in Harald Reinls Film „Winnetou 3“ Pierre Brice als soeben verstorbenen Winnetou auf Händen.

Karl May heute:
Wir sehen uns, Winnetou!

Winnetou, Old Shatterhand, der Schut: Der Ruhm von Karl Mays Büchern ist längst verblasst, aber seine Figuren leben weiter. Zum Beispiel auf Freilichtbühnen überall in Deutschland. Eine von ihnen macht jetzt dicht.

Ein Kommentar von Tilman Spreckelsen

Foto: dpa
F.A.Z.-Ausstellungskalender

Welches Museum zeigt was? Der kuratierte Ausstellungskalender der F.A.Z. bietet Ihnen einen Überblick über aktuelle Ausstellungen in ganz Europa.

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Er bedient sich aus der Trickkiste des Free Jazz, aber bisweilen mangelt es ihm an Wärme: Tomoki Sanders bei seinem Auftritt in Heidelberg.

Tomoki Sanders:
Der lange Schatten der Ahnen

Tomoki Sanders steht auf den Schultern von Jazzgiganten, nicht nur denen seines Vaters Pharoah. Bei einem Konzert in Heidelberg beweist er explosive Kreativität – aber konterkariert seine Ernsthaftigkeit mit unnötigen Mätzchen.

Peter Kemper
In China hat letzten Freitag der erste komplett KI-generierte Spielfilm in den Kinos gestartet

KI im Film:
Jetzt kommt der Kino-Slop

In den USA und China laufen die ersten vollständig KI-generierten Filme an. Mit ihnen wächst der Einfluss der Tech-Unternehmen auf unser Weltbild. Die Gefahren sind groß.

Ein Kommentar von Sophia Coper

Kardinal Schönborn:
Für mehr Religion im Religionsunterricht

Christian Geyer
Ein Kommentar von
Christian Geyer

Er hat uns den Katechismus eingebrockt:  Christoph Kardinal Schönborn eröffnete auf einer Wiener Tagung das 100. Geburtsjahr Joseph Ratzingers mit einem Appell, in religiösen Dingen nicht ahnungslos daherzureden.

auf Kante genähte Welt:
Kriegen Sie noch etwas hin?

Christian Geyer
Ein Kommentar von
Christian Geyer

Warum sagt alle Welt, wenn es um politische Reformen, Friseurtermine oder Geldüberweisungen geht: „Das kriegen wir hin“? Dieser Sound von kurz vor knapp hat etwas Gönnerhaftes, der souveräne Handlungsbegriff geht flöten.

FAZ+Sally Rooneys Fürsprecher:
Das eigene Gewissen zu Markte getragen

Jürgen Kaube
Ein Kommentar von
Jürgen Kaube

Ein offener Brief mit den Unterschriften von 150 Prominenten der Kultur aus aller Welt setzt sich für die irische Schriftstellerin Sally Rooney ein. Doch die hat sich mit ihrem Engagement für eine radikale Gruppe selbst in die Klemme gebracht. Allemal intellektuell.

Erstes Robotik-restaurant:
Roboter, einmal Kaiserschmarrn, bitte!

Andreas Platthaus
Ein Kommentar von
Andreas Platthaus

Im Leipziger Hauptbahnhof hat das erste deutsche Robotik-Restaurant geöffnet. Im „Robyn’s“ schenken zwei höchst bewegliche mechanische Arme Getränke aus und richten warme Speisen an. Nur am Temperaturempfinden hapert es noch. Und an der Robotergesundheit.

Verkaufsschlager Mental-Health-Geschichten: das Herzogpaar von Sussex bei Oprah Winfrey

Therapie-Inflation:
Sind wir gefangen im Trauma-Script?

Das Trauma ist zur Mode geworden. Catherine Liu erkennt darin ein schablonenhaftes Erzählschema aus Verletzung, Heilung und Bekenntnis, das erst recht an das eigene Leiden kettet. Echte Befreiung sehe ganz anders aus.

Tobias Schweitzer
Der Blick des Kindes sprengt den Bildrahmen: Lovis Corinth, „Wilhelmine mit Ball“, 1915

Maler Lovis Corinth:
Berlin war sein Glück

Er sah sich als „kaiserlichen Deutschen“, malte expressionistisch und altmeisterlich zugleich und galt den Nationalsozialisten als entartet: Die Berlinische Galerie zeigt das faszinierende Spätwerk von Lovis Corinth.

Andreas Kilb
Zu den besten FAZ+ Beiträgen

FAZ+Region Skåne:
Die Speisekammer Schwedens

In der Region Skåne locken junge Gastronomen mit einem Fokus auf Nachhaltigkeit Gourmets aus aller Welt an. Eine kulinarische Inspektion.

Jessica Jungbauer (Text und Fotos)
Brief des Gitarristen Brian Jones an den Schlagzeuger Charlie Watts aus dem Jahr 1962

Charlie Watts:
Rolling-Stones-Brief wird versteigert

In den Sechzigerjahren suchten die Rolling Stones einen Schlagzeuger. Ihren Wunschkandidaten kontaktierten sie ganz traditionell. Im Dezember wird der folgenreiche Brief an Charlie Watts nun versteigert.

Peter Martins 80:
Früher Ruhm und späte Anschuldigungen

Auf einen glücklichen Start in seiner Heimat Kopenhagen folgten Erfolge und ein Skandal beim New York City Ballet:  Der Tänzer und Choreograph Peter Martins, der von Balanchine gefordert und gefördert wurde, wird 80 Jahre alt.

Wiebke Hüster
Der Kopfstand der Kunst ist auch ihm wichtig: Horst Antes inspiziert das Arrangement seines Votivs „Der Kopf hängt herunter“ in Blattgold anlässlich einer Ausstellung der Hamburger Akademie der Künste.

Horst Antes wird 90:
Häupter, die bewohnt werden

Der Kopffüßler ist sein Markenzeichen, und weil es so erfolgreich war, begegnet man ihm in fast jeder deutschen Fußgängerzone: Dem Maler und Skulpteur Horst Antes zum Neunzigsten.

Stefan Trinks

ausstellung in harvard:
Das Amerika, das es so nie gab

Eigenheim, Hochzeit, Kinder: Die Ausstellung „The Way We Never Were“ in den Harvard Art Museums zeigt, wie Auftragsfotografen das Bild vom glücklichen Nachkriegsamerika festhielten und mitproduzierten.

Frauke Steffens, Cambridge

Art Basel Paris schliesst:
Kein Fest der Kunst vor brennenden Barrikaden

Die Kunstmesse Art Basel gehört zu den kulturellen Highlights des Jahres in Paris. Doch nach den Gewaltexzessen am Wochenende ist alles anders: Trotz guter Verkäufe endet die Veranstaltung im Grand Palais schon heute. Vor allem für kleinere Galerien ist das ein herber Schlag.

Bettina Wohlfarth, Paris
Edith Södergran (1892 bis 1923)

Frankfurter Anthologie:
Edith Södergran: „Die Sterne“

Still wie die Nacht und ebenso abgründig: Dieses Gedicht gehört zu den Meisterwerken einer Schriftstellerin, die großen Einfluss auf die nordeuropäische Dichtung hatte und doch heute nahezu vergessen ist.

Rüdiger Görner