Neonazis auch sonst kriminell
pca. BERLIN, 23. November. Rechtsextreme Straftäter begehen nach einer Kriminalstatistik des Landes Nordrhein-Westfalen häufig auch Delikte im Bereich der ...
pca. BERLIN, 23. November. Rechtsextreme Straftäter begehen nach einer Kriminalstatistik des Landes Nordrhein-Westfalen häufig auch Delikte im Bereich der Allgemeinkriminalität. Innenminister Ralf Jäger (SPD) spricht in diesem Zusammenhang von „braunen Kriminellen“. Die Erkenntnisse beruhen auf einer neuen, personenbezogenen Erfassungmethode der Polizei des Landes. Nunmehr werden nicht mehr nur die szenetypischen Delikte von Neonazis erfasst, etwa Volksverhetzung, Sachbeschädigung, Bedrohung, sondern den einzelnen rechtsextremen Straftätern auch Delikte der Allgemeinkriminalität zugeordnet, wie beispielsweise Raub, Erpressung, Betrug oder Körperverletzung. Demnach kommen, so Jäger, statistisch auf jede politisch motivierte Straftat eines Rechtsextremen zwei weitere Gewaltdelikte der Allgemeinkriminalität. Schon im ersten Halbjahr 2012 seien 354 Rechtsextremisten in Nordrhein-Westfalen 616 weitere Straftaten nachgewiesen worden, darunter 113 Körperverletzungen, 140 Diebstähle und Einbrüche. Jäger sagte: „Neonazis sind überdurchschnittlich kriminell.“ Grundsatz des Kampfes gegen den Rechtsextremismus in Nordrhein-Westfalen sei: „Wir treten den Neonazis auf die Springerstiefel. Und das tut ihnen weh.“





