Der Herold und sein Chef
Die Deutsche Bahn hat dazugelernt. Früher, als der Vorstandsvorsitzende noch Hartmut Mehdorn hieß, wurden Verbindungen eingestellt, Verkaufsschalter ...
Die Deutsche Bahn hat dazugelernt. Früher, als der Vorstandsvorsitzende noch Hartmut Mehdorn hieß, wurden Verbindungen eingestellt, Verkaufsschalter geschlossen und Speisewagen abgeschafft, und dennoch verkündete Mehdorn den permanent erbosten Kunden Preiserhöhungen persönlich. Er verstärkte damit die Unzufriedenheit mit der Bahn. Heute fährt sein Nachfolger Rüdiger Grube einen verbindlicheren Kurs. Aber auch unter seiner Ägide fahren Züge ohne Bordrestaurant und funktionierende Klimaanlagen. Die jährliche Preisrunde zu verkünden, überlässt Grube derweil seinem Personenverkehrsvorstand Ulrich Homburg. Die Argumente sind immer dieselben: Die Preise steigen, weil die Energie- und Personalkosten steigen. Diesmal kann die Bahn ihren Kunden sogar sagen: Schaut erst mal, wie teuer Strom und Benzin geworden sind!





