Der Ehrgeiz des Justizsenators
BERLIN, 31. Mai. Es gibt ein Feld, auf dem Thomas Heilmann lammfromm und brav wie ein Mädchen ist: Wann immer er nach weiter reichenden Ambitionen gefragt ...
BERLIN, 31. Mai. Es gibt ein Feld, auf dem Thomas Heilmann lammfromm und brav wie ein Mädchen ist: Wann immer er nach weiter reichenden Ambitionen gefragt wird, antwortet er bereitwillig und ausführlich - und zeigt damit vor allem eines: dass er sich die Frage selbst schon ausgiebig vorgelegt hat. Nein, er wolle Frank Henkel nicht als Spitzenkandidat der Berliner CDU „beerben“. Nein, er wolle nach der Wahl nicht Bundesminister werden. „Völliger Quatsch.“ Allerdings würde ein gut ausgebildeter und wirtschaftlich saturierter Mann in den besten Jahren wie Heilmann sicherlich Staunen hervorrufen, wenn er behauptete, sein Ehrgeiz habe stets darauf gezielt, Berliner Senator für Justiz und Verbraucherschutz zu werden, und sei daher seit Januar 2012 gestillt.





