Das Comeback der Verlegerin
FRANKFURT, 7. AugustVor acht Monaten stand in dieser Zeitung der Satz: „Das Ende des Suhrkamp Verlags in seiner bisherigen Form scheint eingeläutet.
FRANKFURT, 7. August
Vor acht Monaten stand in dieser Zeitung der Satz: „Das Ende des Suhrkamp Verlags in seiner bisherigen Form scheint eingeläutet.“ Das war zurückhaltend formuliert, denn das Urteil des Landgerichts Berlin vom 10. Dezember 2012, in dem Ulla Unseld-Berkéwicz als Geschäftsführerin des Verlags abberufen wurde, weil sie die Rechte des Minderheitseigentümers Hans Barlach verletzt habe, hatte eher die Signalwirkung von Totenglocken. Doch nun zeigt sich, wie richtig der Satz war. Nur dass der jetzt absehbare Ausgang ein ganz anderer ist, als man damals vermutet hätte. Denn nicht Hans Barlach hat erzwungen, den Verlag auf eine neue Basis zu stellen, sondern Frau Unseld-Berkéwicz. Was sie und ihre Berater seitdem geleistet haben, darf man getrost eine Revolution nennen.





