Ausland
Der britische und der amerikanische Geheimdienst haben offenbar eng mit der Führung des libyschen Machthabers Muammar al Gaddafi zusammengearbeitet. So habe die CIA mindestens acht Mal Terrorverdächtige zur Befragung nach Libyen ...
Der britische und der amerikanische Geheimdienst haben offenbar eng mit der Führung des libyschen Machthabers Muammar al Gaddafi zusammengearbeitet. So habe die CIA mindestens acht Mal Terrorverdächtige zur Befragung nach Libyen geschickt und im Gegenzug Hilfe bei der Gefangennahme eines Oppositionellen zugesagt, hieß es am Samstag in Presseberichten. Abdelhakim Belhadsch, der neue Militärkommandant von Tripolis, soll 2004 zusammen mit seiner schwangeren Frau auf dem Flughafen von Bangkok von CIA-Agenten überwältigt und nach Tripolis verschleppt worden sein. Die CIA habe zudem während der Amtszeit von Präsident George W. Bush Terrorverdächtige nach Libyen geschickt und Fragen für die Verhöre formuliert, berichtete das "Wall Street Journal". Laut britischen Medien hat Großbritannien Gaddafis Spione mit Informationen über libysche Oppositionelle im Exil versorgt. Die Vereinigten Staaten hätten wiederum angeboten, Scheich Musa, ein mutmaßliches Mitglied der libyschen Islamischen Kampfgruppe, dem Regime in Tripolis zu übergeben. In ihren Berichten stützen sich die Zeitungen auf Dokumente des ehemaligen libyschen Außenministers, die nach dem Einmarsch der Aufständischen vergangene Woche in Tripolis gefunden worden waren.





