Abschied ohne Nachtreten
FRANKFURT. Die Weltmeisterschaft in diesem Sommer mit dem Endspiel in der Heimatstadt Frankfurt sollte der krönende Abschluss der Karriere werden. Letztlich endete das letzte sportliche Abenteuer von Birgit Prinz mit einer 0:1-Niederlage im Viertelfinale gegen Japan auf der Ersatzbank.
FRANKFURT. Die Weltmeisterschaft in diesem Sommer mit dem Endspiel in der Heimatstadt Frankfurt sollte der krönende Abschluss der Karriere werden. Letztlich endete das letzte sportliche Abenteuer von Birgit Prinz mit einer 0:1-Niederlage im Viertelfinale gegen Japan auf der Ersatzbank. Bundestrainerin Silvia Neid hatte ihrer Spielführerin zuvor das Vertrauen entzogen und sie im Gruppenspiel gegen Nigeria nach nur sieben Minuten Spielzeit in der zweiten Hälfte ausgewechselt. Birgit Prinz bemängelte danach den Führungsstil und auch die Kommunikationsfähigkeit der Bundestrainerin und warf ihr zudem Indiskretion vor. "Der Verlauf der WM hat aber nur einen kleinen Teil zu meiner Entscheidung zum Rücktritt beigetragen", sagte Birgit Prinz nun. Dem Rücktritt aus der Nationalmannschaft folgte am Freitag der komplette Rückzug vom Spielfeld. Bei ihrer Abschiedsrede verzichtete sie auf ein weiteres Nachkarten. Als sie aber nach ihren wichtigsten Wegbegleitern und Förderern gefragt wurde, nannte sie neben ihrem Vater, der sie bis zum 15. Lebensjahr trainiert hatte, und ihrem ersten Bundesligatrainer Jürgen Strödter zwar auch die ehemalige FFC-Trainerin Monika Staab, die früheren Bundestrainer Tina Theune-Meyer und Gero Bisanz sowie ihren Manager Siegfried Dietrich und die Amerikanerin Marcia McDermott, ihrer Trainerin während einer Spielzeit bei Carolina Courage in den Vereinigten Staaten. Der Name Silvia Neid fiel nicht. Birgit Prinz setzt trotz der Unstimmigkeiten weiterhin auf ein klärendes Gespräch mit der Bundestrainerin. Eine gute Gelegenheit wäre ein Abschiedsspiel, das Nationalmannschaftsmanagerin Doris Fitschen als Gast der Pressekonferenz am Freitag abermals in Aussicht stellte.





