Vor Reformationsjubiläum :
Schäuble kritisiert Politisierung der Protestanten

Von
Jan Grossarth
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Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble
Bundesfinanzminister Wolfgang SchäubleJens Gyarmaty

Wolfgang Schäuble kritisiert die Evangelische Kirche für ihre Einmischung in Politik und Wirtschaft - und wirft Martin Luther Intoleranz vor.

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hat anlässlich des anstehenden Reformationsjubiläums deutschen Protestanten eine einseitige Politisierung vorgeworfen. Das wirke „schal“, wenn der spirituelle Kern verlorengehe, meint Schäuble – und führe seiner Beobachtung zufolge auch dazu, dass „Christen mit abweichenden politischen Ansichten ausgeschlossen“ würden. Das schreibt Schäuble (CDU) in einem Gastbeitrag für die neueste Ausgabe der Fachzeitschrift „Pastoraltheologie“. Welche Christen die Meinungsäußerung welcher Christen ausschlössen, konkretisierte Schäuble nicht. So nannte er nicht genau, auf welche kirchlichen Gruppen oder Organisationen er anspielte.

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