Schlupfloch gestopft : Luxemburg streicht Firmen Steuervorteil

Luxemburg war schon öfters wegen unerlaubter Steuervorteile für Unternehmen im Visier der EU-Kommission. Eine Variante ist künftig nicht mehr möglich.
Nach Rügen der Europäischen Union hat Luxemburg ein mögliches Steuerschlupfloch für Großkonzerne gestopft. Somit könnten Gewinne aus internen Finanzdienstleistungen künftig höher besteuert werden. Die Änderung sei Ergebnis eines konstruktiven Dialogs mit Brüssel, teilte Luxemburgs Finanzminister Pierre Gramegna am Dienstag mit. EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager lobte die Korrektur, die ab 1. Januar 2017 gelten soll.
Konkret geht es darum, wie Gewinne aus Finanzdienstleistungen innerhalb eines Konzerns steuerlich angesetzt werden. Die EU-Kommission verlangt eine strikte Umsetzung des sogenannten Fremdvergleichsgrundsatzes: Auch intern müssen Preise wie mit außenstehenden Geschäftspartnern gelten - keine Sonderkonditionen, die Gewinne und Steuerlast drücken.



