Filmfestival in Cannes : Nach 7 Jahren Bann: Wieder ein Film von Lars von Trier

Geht es Lars von Trier wirklich um Serienmorde, tote Frauen und eine unfähige Polizei? Unwahrscheinlich. Die Geschichte, die er in „The House that Jack Built“ erzählt, ist Teil eines größeren Plans.
Von vielen heiß erseht, von anderen eher kühl (meine Haltung), von dritten angstvoll erwartet: Nach sieben Jahren Festivalverbannung ist Lars von Trier wieder hier. Mit einem Serienmörderfilm. Typisch von Trier, der seinen Ruf als Skandalnudel pflegt? Der Film, außer Konkurrenz gezeigt, heißt „The House that Jack Built“, und er enthält neben sehr vielen Leichen und zahlreichen assoziativen Bezügen in die bildende Kunst und die Musik auch einige Referenzen ans eigene Werk. Nicht einmal für Selbstzitate aus Filmen, die in Cannes gelaufen sind, „Antichrist“ und „Melancholia“ (mit dem der Schlamassel begann) schämt von Trier sich, stellt er sie doch in den Kontext anderer großer Kunst wie den gotischen Kathedralen, der Barockmalerei oder Bach mit Glenn Gould.


