Hafenlogistikkonzern HHLA : MSC darf einsteigen
Die Hamburgische Bürgerschaft hat am Mittwochabend grünes Licht für den Einstieg der weltgrößten Reederei MSC beim Hafenlogistikkonzern HHLA gegeben.
Die Hamburgische Bürgerschaft hat am Mittwochabend wie erwartet grünes Licht für den Einstieg der weltgrößten Reederei MSC beim Hafenlogistikkonzern HHLA gegeben. Die Bürgerschaft votierte in namentlicher Abstimmung für den Teilverkauf. Vorausgegangen war eine hitzige Debatte, in der Vertreter von CDU, der Linken und AfD die Transaktion als „großen Schaden für Hamburg“, als „Ausverkauf“ und „puren Akt der Verzweiflung“ scharf kritisierten. Die Verteidigung des Vorhabens durch Wirtschaftssenatorin Melanie Leonhard (SPD) sowie Abgeordnete von SPD und Grünen als vernünftige Lösung zur Stärkung der HHLA wurde von lautstarken Zwischenrufen begleitet. Die Stadt Hamburg bleibt Mehrheitseigentümer, gibt aber Anteile ab. MSC hält künftig knapp die Hälfte am Unternehmen. Die Reederei will in den Hafen investieren und mehr Ladung dorthin bringen. Kritiker fürchten einen zu großen Einfluss und eine ungewisse Zukunft für die HHLA. Der Abschluss der Transaktion wird bis Ende des Jahres erwartet. Allerdings muss die EU-Kommission noch zustimmen, ebenso die Antimonopolkommission der Ukraine. HHLA unterhält in Odessa einen Hafen, in dem allerdings seit Kriegsbeginn der Umschlag über das Schwarze Meer ruht. HHLA hatte vor drei Wochen das Erreichen des Ziels von 400 Millionen Euro Betriebsgewinn von 2025 auf frühestens 2027 verschoben – trotz eines kräftigen Gewinnanstiegs im zweiten Quartal und einer Stabilisierung des Containerumschlags.
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