Stimmungsumschwung treibt Aktienkurse
Der Dax hat am Mittwoch nach einem verhaltenen Start seine Richtung geändert und hat die Marke von 7.100 Punkten zurückerobert.
Der Dax hat am Mittwoch nach einem verhaltenen Start seine Richtung geändert und hat die Marke von 7.100 Punkten zurückerobert.
UPS verkündet die Übernahme von TNT Express, Freenet will ab 2014 den Umsatz wieder steigern, der Staatseinfluss auf EADS soll sinken und ProSiebenSat.1 kauft die britische Filmfirma Endor. Burda will seinen Einfluss bei Xing ausbauen und Rusal erleidet einen Gewinneinbruch. Die Netzkosten werden den Strompreis treiben, EU-Kommissar Barnier kündigt einen Gesetzentwurf zur Regelung der Girokonto-Gebühren an und laut IWF wird sich das Wachstum der Weltwirtschaft 2012 doch verlangsamen.
ProSiebenSat.1, Freenet und Vivendi steigern den Gewinn, Beiersdorf hält die Dividende stabil. Abschreibungen ziehen Xing in die Verlustzone, auch Adecco spürt die Wirtschaftsflaute und Morphosys erwartet 2012 einen weiteren Ergebnisrückgang. Die amerikanische Notenbank sieht die Wirtschaft des Landes auf Wachstumskurs, Chinas Industrie wächst etwas stärker, aber Bundesbankpräsident Weidmann warnt die EZB vor wachsenden Risiken und Bundeskanzlerin Merkel leitet eine Kehrtwende bei der Aufstockung des europäischen Rettungsschirms ein
Die negativen Vorgaben haben Anleger am Aktienmarkt verdaut und greifen wieder zu. Die Freenet-Aktie gewinnt 10 Prozent an Wert.
EADS und Euroshop erhöhen die Prognosen, Fielmann, Lanxess und Brenntag steigern den Gewinn. RWE und United Internet bestätigen die Prognosen, Siemens zeigt sich vorsichtig, Freenet und Cisco optimistisch. K+S senkt die Prognose, Fraport bleibt unter den Erwartungen und die Gewinne von Celesio und dem Credit Agricole brechen ein. Auch Rational verdient weniger. Sky Deutschland bleibt tief in der Verlustzone. Chinas Handelsbilanzüberschuss fällt deutlich niedriger als erwartet aus und Japans Maschinenbauaufträge ebenso.
Die Bafin prüft die Kapitalanlagen der Versicherungen bei Banken, der HSBC-Einkaufsmanagerindex für China erholt sich, ebenso Japans Handelsbilanzüberschuss. QSC bekräftigt seinen Dividendenplan, Gazprom will den hessischen Versorger Envacom übernehmen, Olympus umstrittene Zukäufe prüfen, Mengniu Pfizers Babynahrungssparte kaufen, Freenet erwägt Zukäufe in neuen Märkten.
Die Aktie von Freenet zu kaufen, rät Warburg Research und steckt ein mittelfristiges Kursziel von 10,70 Euro. Das gegenwärtige Kursniveau liegt bei gut 8 Euro. Das Mobilfunkunternehmen habe seine Vorgaben für das laufende Jahr angehoben.
schä. HAMBURG, 10. August. Der Vorstand des Mobilfunkanbieters Freenet hat den Ausblick für das Geschäftsjahr 2011 aufgehellt. Der Vorsitzende Christoph Vilanek erwartet, dass der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf 350 (Vorjahr: 335) Millionen Euro steigt.
Abschreibungen auf griechische Anleihen fressen den Commerzbank-Gewinn fast auf. Gagfah streicht die Dividende, der Gewinn von Klöco bricht ein und Symrise erzielt weniger Umsatz und Gewinn als erwartet. Eon prüft den Abbau von weltweit 11.000 Stellen. Dafür ist Henkle optimistischer und verdienen Brenntag und Freenet gut.
United Internet rüstet sich für die nächste Übernahme. Das Unternehmen hat deshalb Freenet-Aktien früher als geplant verkauft und damit 94 Millionen Euro eingenommen. Das Geld wird für den Bieterwettstreit um Strato benötigt. Danach lecken sich auch viele Private-Equity-Firmen die Finger.
Wachstum ja, aber profitabel bitte: Nach der Übernahme der DSL-Kunden von Freenet zieht sich United Internet ein Stück aus der Jagd um die DSL-Kunden zurück. Dafür dürfen die Aktionäre wieder auf eine Dividende hoffen.
Unter Eckhard Spoerr hätte es das nicht gegeben: Für 123 Millionen Euro verkauft Freenet seine DSL-Sparte an United Internet und übernimmt auch noch alle Risiken des Geschäfts. Nur die Aussicht auf 50 Millionen Euro Vertriebsprämie in den kommenden Jahren macht das Geschäft doch noch lukrativ.
Nach Jahren fast ungebremsten Wachstums lahmt jetzt das Neukundengeschäft für DSL. Jetzt kommt der Verdrängungswettbewerb und damit die Konsolidierung des Marktes. Dabei werden die Betreiber der Kabelnetze ein wichtiges Wort mitreden.
Hohe Abschreibungen auf die Beteiligungen an den Konkurrenten Freenet, Versatel und Drillisch haben United Internet im vergangenen Jahr in die roten Zahlen gedrückt. Leidtragende sind vor allem die Aktionäre: Der Aktienkurs ist im vergangenen Jahr von 19 auf etwa 5 Euro gefallen und nun streicht das Unternehmen auch noch die Dividende.
2008 war für United Internet ein schlechtes Jahr. Ziele verfehlt, bei Freenet nicht zum Zuge gekommen, fast eine halbe Milliarde Euro Schulden angehäuft. Und nun auch noch das: "Höchstwahrscheinlich wird das Unternehmen keine Dividende zahlen", erwartet Marcus Sander von Sal. Oppenheim.
Live-Blogging von der Freenet-Hauptversammlung, Geschichten über StudiVZ und Interviews mit Eric Schmidt von Google und Mark Zuckerberg von Facebook waren die meistgelesenen Beiträge im Jahr 2008.
Eckhard Spoerr, der Vorstandsvorsitzende von Freenet, gibt auf. Auf eigenen Wunsch verlässt er das Unternehmen zum 23. Januar. Offenbar war der Druck der Großaktionäre Permira und Hermes zu groß geworden.
United Internet hat bereits im Oktober sein Angebot für die DSL-Sparte von Freenet zurückgezogen. Das Ende der Schlammschlacht ist damit aber leider noch nicht erreicht.
Das Wachstum auf dem DSL-Markt geht zurück, aber die Wechselfreude der Verbraucher wächst. Gleichzeitig werden die Kabelnetzbetreiber als Konkurrenten immer stärker. Den erfolgsverwöhnten DSL-Anbietern stehen harte Zeiten bevor; eine Konsolidierung könnte auf drei, maximal vier Unternehmen hinauslaufen.
Hohe Abschreibungen, nur 20000 neue DSL-Kunden, Verlust und abermalige Prognosesenkung: United Internet muss das schlechteste Quartal seit Jahren hinnehmen. Ist die Wachstumsstory am Ende? Wie sehr belastet die Konjunktur das Unternehmen?
Offenbar kommt Freenet mit dem Verkauf seiner DSL-Sparte nicht voran. Finanzkrise und Kundenschwund drücken stetig auf den Preis. Die Gebote sollen inzwischen sogar unter 300 Millionen Euro liegen. [UPDATE: Freenet verliert weitere 50000 DSL-Kunden]
United Internet muss wohl einen dreistelligen Millionenbetrag abschreiben, bekommt aber wahrscheinlich den Zuschlag für die DSL-Sparte von Freenet.
Oliver Steil verlässt den Debitel-Vorstand und Eckhard Spoerr ist sein Nachfolger. Damit hat sich Spoerr wieder einmal durchsetzt und einen Kontrahenten aus dem Weg geräumt.
Die Finanzkrise und diverse hausgemachte Probleme haben die Aktienkurse vieler Internetunternehmen in den vergangenen zwölf Monaten halbiert. Besonders hart hat es Freenet und Yahoo getroffen; besonders gut ist Xing durch das Höllenjahr an der Börse gekommen.
Oliver Steil wirft das Handtuch: Der Debitel-Chef wird nach der Übernahme nicht in den gemeinsamen Freenet-Vorstand einziehen. Die Gründe interpretiert jede Seite auf ihre Weise.
Die Reichweiten im Internet verschieben sich: Die Fernsehsender verlieren ebenso wie die Freemailer GMX, Web.de und Freenet. Gewinner sind die sozialen Netzwerke wie StudiVZ und Wer-kennt-wen.
Der Markt für schnelle Internetanschlüsse nähert sich der Sättigung. Daher mobilisieren die Anbieter noch einmal alle Kräfte. Aber einige Akteure werden noch aus dem Markt ausscheiden.
Hering Schuppener, renommierte Spin-Doktoren, arbeiten für United Internet. Viel genutzt hat es dem Unternehmen aber bisher nicht.
Nach der gescheiterten Freenet-Übernahme kann sich United Internet nun wieder auf das Kerngeschäft konzentrieren. Dort gibt es genug zu tun: Das DSL-Geschäft schwächt sich ab. Statt der von Analysten erwarteten 85.000 DSL-Kunden legte United Internet im zweiten Quartal nur um 60.000 Kunden zu. [UPDATE: Spin-Doktor Hering Schuppener soll es richten]
Das Landgericht Hamburg hat Anklage wegen Insiderhandels gegen Freenet-Chef Eckhard Spoerr und seinen Finanzvorstand Axel Krieger erhoben. Egal, ob an den Vorwürfen etwas dran ist: Seine Wertschätzung bei seinem Großaktionär Permira dürfte weiter leiden.
Auf der Freenet-Hauptversammlung geht es heute ums Ganze: Die Großaktionäre United Internet und Drillisch wollen den Aufsichtsrat abwählen lassen, den Vorstandschef stürzen und Freenet anschließend unter sich aufteilen. AR-Chef Helmut Thoma und Vorstandschef Eckkard Spoerr wollen den Angriff abwehren. Ein Live-Bericht.
Nach der DSL-Sparte von Freenet steht nun auch Hansenet zum Verkauf. 2,4 Millionen DSL-Kunden und ein eigenes Netz sollen mehr als eine Milliarde Euro bringen. Als Interessenten werden United Internet und Telefónica gehandelt. Denkbar ist auch eine Fusion mit Versatel und eine spätere Übernahme durch United Internet
Stephan Howaldt heißt der Mann, der über das Schicksal von Freenet entscheiden wird. Der Deutschland-Chef des britischen Investmentfonds Hermes verfügt über gut 5 Prozent der Anteile an Freenet. Im Moment sieht es so aus, als habe er sich für Freenet entschieden.
Kurz vor der Hauptversammlung von Freenet hat Drillisch weitere Anteile an Freenet erworben. Auch vier Finanzinvestoren haben zugekauft, die möglicherweise dem UI/Drillisch-Lager zugeordnet werden können. Der große Showdown auf der HV wird immer spannender.
Auf der Hauptversammlung von Freenet kommt es zum großen Showdown: Die Großaktionäre Drillisch und United Internet wollen den kompletten Aufsichtsrat von Freenet abwählen lassen, mit eigenen Leuten besetzen und dann dem Freenet-Vorstand das Vertrauen entziehen.
Im Interesse aller Freenet-Aktionäre will United Internet die Debitel-Übernahme verhindern. Per einstweiliger Verfügung soll die Ausgabe neuer Aktien an Permira verhindert werden. Die große Abrechnung soll dann auf der Hauptversammlung erfolgen.