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Medienschau : Euro-Retter bleiben Antworten schuldig

  • Aktualisiert am

Bild: FAZ Helfert

Die Bafin prüft die Kapitalanlagen der Versicherungen bei Banken, der HSBC-Einkaufsmanagerindex für China erholt sich, ebenso Japans Handelsbilanzüberschuss. QSC bekräftigt seinen Dividendenplan, Gazprom will den hessischen Versorger Envacom übernehmen, Olympus umstrittene Zukäufe prüfen, Mengniu Pfizers Babynahrungssparte kaufen, Freenet erwägt Zukäufe in neuen Märkten.

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          Unternehmensnachrichten

          QSC bekräftigt Dividendenplan

          Der Kölner Telekomanbieter QSC hält trotz eines Gewinnrückgangs im zweiten Quartal an seinen Dividendenplänen fest. „Wir werden für dieses Jahr zum ersten Mal eine Dividende auszahlen“, sagte Finanzvorstand Jürgen Hermann der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. Die Höhe sei aber noch offen. Er kündigte zugleich an, dass QSC auch in den kommenden Jahren Geld an seine Aktionäre ausschütten wolle. (dpa-AFX)

          Freenet erwägt Zukäufe in neuen Märkten

          Der Mobilfunkanbieter Freenet sucht Wachstum in neuen Märkten. „Wir werden mittelfristig den ein oder anderen Zukauf erwägen“, sagte Unternehmenschef Christoph Vilanek der „Financial Times Deutschland“ (Montagausgabe). Interessant seien Themen wie mobiles Bezahlen, Sicherheit, intelligente Zähler oder Cloud-Dienste. (dpa-AFX)

          Gazprom will kleinen hessischen Versorger Envacom übernehmen

          Der russische Energieriese Gazprom will den kleinen hessischen Versorger Envacom schlucken und damit zum ersten Mal in Deutschland Zugang zum Endkundenmarkt erhalten. „Es ist korrekt, dass Gazprom Interesse am Erwerb der vollständigen Gesellschaftsanteile der Envacom Service GmbH hat“, sagte ein Envacom-Sprecher dem „Handelsblatt“. „Es werden seit Monaten konkrete Gespräche über eine Übernahme geführt.“ Bei der Firma aus Walluf im Rheingau war am Montagmorgen niemand für eine Stellungnahme zu erreichen. Gazprom wollte sich dem Blatt zufolge zu einer Anfrage nicht äußern. Nach Angaben des Bundeskartellamts wurde die Übernahme wesentlicher Vermögensteile bereits am 18. Oktober freigegeben. (Reuters)

          Olympus will umstrittene Zukäufe prüfen

          Der Kamera-Hersteller Olympus will den Vorwurf, mehrere seltsame Zukäufe im Milliarden-Wert gemacht zu haben, jetzt doch näher prüfen. Dafür werde eine Kommission gebildet, teilte das japanischen Unternehmen am Freitag nach Druck von Großaktionären mit. Zuvor hatte Olympus stets betont, bei den Deals sei alles rechtmäßig abgelaufen. Der vor einer Woche geschasste britische Firmenchef Michael Woodford war nach seiner Entlassung mit den Vorwürfen an die Öffentlichkeit gegangen. Er nannte mehrere Deals, bei denen es hohe Preise oder Berater-Provisionen gegeben habe.

          Nach einer Aufforderung der Tokioter Börse ging Olympus diese Woche näher auf die Umstände der Übernahmen ein. Dabei kamen tatsächlich ungewöhnlich hohe Zahlungen an einen „Finanzberater“ beim Kauf des britischen Medizintechnik-Spezialisten Gyrus ans Licht. Er bekam insgesamt 687 Millionen Dollar - bei einem Kaufpreis vom 1,92 Milliarden Dollar, was bereits ein Aufschlag von 58 Prozent auf den damaligen Börsenwert von Gyrus war. (dpa-AFX)

          Mengniu an Pfizers Babynahrungssparte interessiert

          Der chinesische Lebensmittelkonzern Mengniu Dairy zieht einem Medienbericht zufolge ein Gebot für die Babynahrungssparte von Pfizer in Erwägung. Das Geschäft könne rund zehn Milliarden Dollar umfassen, berichtete die „Financial Times“. Mengnius Marktkapitalisierung betrage rund die Hälfte. Die Mengniu-Aktien gaben am Montag in einem positiven Marktumfeld mehr als fünf Prozent nach. Hinter dem chinesischen Konzern steht das Staatsunternehmen Cofco. Die weltweite Nummer 16 sowie Pfizer wollten sich zu dem Bericht nicht äußern. (Reuters)

          Wirtschaftsnachrichten

          Euro-Retter bleiben Antworten schuldig

          Europa bleibt in der Schulden- und Bankenkrise unter Zugzwang: Nach wie vor offen ist ein Gesamtpaket, dass Griechenland vor dem Zusammenbruch rettet sowie Risiko-Staaten wie Italien und Spanien aus der Schusslinie der Finanzmärkte nimmt.

          Auf dem EU-Gipfel am Sonntag in Brüssel knöpften sich Deutschland und Frankreich Italiens Premier Silvio Berlusconi vor - seine Regierung müsse die Schuldenlast verringern. Unter Druck stehen auch die Banken: Sie müssen mehr Kapitalpuffer gegen Risiken aufbauen und sich weit stärker an der Rettung Griechenlands beteiligen.

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