Warum Deutschland so bürokratisch geworden ist
Eine Kettensäge braucht Deutschland nicht. Doch hinter den meisten Problemen des Landes steht trotzdem ein gemeinsamer Grund: die Bürokratie. Wie konnte es dazu kommen?
Eine Kettensäge braucht Deutschland nicht. Doch hinter den meisten Problemen des Landes steht trotzdem ein gemeinsamer Grund: die Bürokratie. Wie konnte es dazu kommen?
Inflation und Bürokratie setzen den Mittelstand unter Druck. ZGV-Präsident Althaus fordert Entlastungen und warnt vor einem Innovationsrückstand.
Nur wenn Europas Politiker die Ursachen der Überregulierung ehrlich angehen, werden sie Erfolg haben. Dazu braucht es die Bereitschaft zur Disruption.
Die schwarz-rote Koalition will Bürokratie abbauen. Doch die jüngsten Ideen von Arbeitsministerin Bas und Verteidigungsminister Pistorius bewirken das Gegenteil.
Juristen prägen Politik und Verwaltung. Sie erfüllen ihre Aufgaben mit einem Hang zu bürokratischer Vorsicht. Das passt so nicht mehr in die Zeit.
In Bäckereien müssen etliche Listen geführt werden. Wenn sich das ändert, blüht das Geschäft auf – aus überraschenden Gründen.
Verwaltungsverfahren und Anträge von Bürgern sollen vereinfacht werden. Dazu hat der hessische Minister für Entbürokratisierung, Manfred Pentz, einen umfassenden Gesetzentwurf präsentiert. Weitere sollen folgen.
Mit dem Rückzug der USA steige die Bedeutung Deutschlands in der Entwicklungshilfe, sagt Bundesministerin Reem Alabali Radovan. Sparen muss sie dennoch – und will stärker auf die Hilfe von Unternehmen setzen.
Seit 1995 hat ein Verein regelmäßig Tausende Besucher in sein Freilufttheater in der Burg Münzenberg gelockt. Doch die Bürokratie zermürbt die Organisatoren. Eine weitere Aufführung wird es nicht geben.
Normen und Standards werden in der öffentlichen Debatte als Treiber für Bürokratie und Kosten wahrgenommen. Der Chef des Deutschen Instituts für Normung hält dagegen. Er sieht darin ein Instrument der Deregulierung.
Die EU-Kommission will es der Verteidigungsindustrie einfacher machen – mit weniger Vorschriften und besserem Zugang zu EU-Mitteln. Das Parlament und die Länder müssen noch zustimmen.
Auch darin steckt ein Irrtum deutscher Klimaschutzpolitik: Weniger Forstwirtschaft und Holzverarbeitung bedeutet nicht, wie gerne behauptet, mehr Artenvielfalt und besseres Klima.
Medizinische Daten könnten Leben retten – doch in Deutschland verhinderte strenger Datenschutz das jahrzehntelang, teils mit fatalen Folgen. Kommt jetzt endlich Bewegung in die Sache?
Hunderttausende Beauftragte und 10.000 Vorschriften sollen Unfällen vorbeugen. Doch Betriebe lähmt all diese Bürokratie – manche Beispiele sind absurd.
Die Gewerkschaft Verdi wertet Rufe nach mehr Effizienz in der Verwaltung als Stimmungsmache gegen den Sozialstaat. Vertreter von Krankenkassen sehen den Vorstoß der Arbeitgeber differenzierter.
Nach dem Krieg wurde in der Bundesrepublik zwei Jahrzehnte lang im Akkord gebaut. Dann kamen die Siebzigerjahre. Und die Bürger begannen für mehr Bürokratie zu kämpfen.
Das Gesundheitssystem wäre ohne ausländische Pflegekräfte längst am Ende. Wer kommen will, muss viele Hürden überwinden. Allein ist das kaum zu schaffen.
Die Europäische Kommission will die Bürokratie für Bauern senken. Künftig soll das Prinzip „eine Kontrolle je Jahr“ gelten. Das stößt nicht überall auf Zustimmung.
Bundeskanzler Merz gibt seine erste Regierungserklärung ab. Die Ford-Mitarbeiter in Köln streiken. Und: Seine womöglich letzte „Mission Impossible“ führt Tom Cruise nach Cannes. Der F.A.Z. Frühdenker.
An Zuschüsse von Land oder Bund zu kommen, ist gerade für kleinere Kommunen mit bürokratischen Hürden verbunden. In Niddatal in Hessen kümmert sich ein Fachmann eigens um Fördertöpfe.
Eigentlich sollte nur eine historische Bahnstrecke reaktiviert werden, doch das Projekt in Baden-Württemberg scheitert an immer neuen Vorgaben zum Naturschutz. Der Landrat war zeitweise kurz davor, ganz ohne Genehmigung zu bauen.
Bürokratie wird oft in Brüssel verursacht. Noch nie aber hat sie die Wirtschaft so in ihrer Existenz bedroht wie jetzt. Gelingt der EU die Wende?
Die neue Regierung will sogar ein Ministerium zum Bürokratieabbau einrichten. Doch die Kritik an der Bürokratie ist oft scheinheilig – und untergräbt das Vertrauen in den Staat.
Zahllose Vorschriften, steigende Auflagen: Die große Bürokratie bremst die Unternehmen in Deutschland. Nun beziffert eine Studie die immensen Lasten für Mittelständler.
Eine frühere Spitzenbeamtin legt dar, wie Verwaltungen in Deutschland bürgernäher organisiert werden können. Aus dem Dilemma aller Pläne zum Bürokratieabbau weist sie jedoch keinen Ausweg.
Bürokratieabbau heißt auch, den aufgeblähten Regierungsapparat zu verkleinern. Dazu haben Union und SPD in ihrem Koalitionsvertrag konkrete Ziele vereinbart. Die sind nicht allzu ambitioniert, aber realistisch.
Zu viel Bürokratie, zu wenig Digitalisierung, zu lange Verfahren, atemlose Gesetzgebung. Die Probleme sind längst erkannt und beschrieben. Wird die nächste Regierung sie lösen?
Der designierte Ministerpräsident von Niedersachsen, Olaf Lies, will, dass das Bundesland von den Verteidigungsausgaben profitiert. Eine wichtige Rolle spielen für den Sozialdemokraten die Häfen.
„Arbeitskoalition“, sagt die eine, „Verantwortungsbündnis“ der andere. Das klingt sehr wenig nach Zukunft. Sehr wenig nach Glaubensgemeinschaft. Bei „Hart aber fair“ zeigt sich der prekäre Beziehungsstatus der im Entstehen begriffenen Koalition.
Weniger Stellplätze, einfachere Genehmigungen und niedrigere Baukosten: Der hessische Wirtschaftsminister will die Bauordnung überarbeiten. Damit greift er Vorschläge einer Kommission von Experten auf.
401 unterschiedliche Genehmigungsbehörden, Methoden aus der Kaiserzeit – Thomas Mohnke, Sprecher des Verbandes „wirfahren“, spricht darüber, was Deutschland bremst.
Der Berliner Start-up-Unternehmer Till Behnke will Bürokratie effizienter machen, aber ganz anders als Elon Musk. Dessen Ansatz hält er für „völligen Wahnsinn“.
Was hat Merz mit Deutschland vor? Wie kommt die Wirtschaft aus der Krise? Und welche Gefahr droht uns durch Trump, Putin und Xi? Über diese und andere Fragen wurde auf dem F.A.Z.-Kongress debattiert.
Selbststeuerung führt nicht zu weniger, sondern zu mehr Bürokratie. Verbote sind notwendige Bedingung für Freiheit.
Die Überlastung der Wissenschaft mit moralischen Anliegen fördert die Bürokratie und lähmt die Forschung. Die Hochschulen sollten selbst darüber entscheiden dürfen.
Die Institutionen in den USA werden rücksichtslos geschleift. Die politische Opposition der Demokraten verstummt. Im Netz geben Behördenmitarbeiter dem Kahlschlag von Musk und Trump Kontra. Doch viele sind ohne Hoffnung.