Weniger Bürokratie
Das vierte Quartal startet mit frühen Lebkuchen, Politikern, die Bürokratie abbauen wollen, und Frankfurts neuer ukrainischer Städtepartnerschaft. Die F.A.Z.-Hauptwache blickt auf die Themen des Tages.
Das vierte Quartal startet mit frühen Lebkuchen, Politikern, die Bürokratie abbauen wollen, und Frankfurts neuer ukrainischer Städtepartnerschaft. Die F.A.Z.-Hauptwache blickt auf die Themen des Tages.
Hessens Unternehmer, Ärzte, Handwerker, Apotheker und Notare warnen gemeinsam vor zu großer Regulierungswut. Ein Weißbuch soll zeigen, wie es besser geht.
Kürzere Aufbewahrungsfristen für Rechnungsbelege entlasten zwar die Unternehmen, der Staat nimmt aber 200 Millionen Euro weniger Steuern ein, sagt die Staatsrechtlerin Pascale Cancik im Interview. Der Bürokratieabbau kann also ein zweischneidiges Schwert sein.
Deutsche Betriebe beschweren sich seit Jahren über zu hohen bürokratischen Aufwand. Der Bundestag hat jetzt ein Gesetz beschlossen, das Abhilfe schaffen soll. Kritikern ist das zu wenig.
Die wunderbare Vermehrung von Bürokratie in der Wissenschaft und wie damit umzugehen ist.
Die früheren Erfolgsfaktoren für die deutschen Autohersteller zählen nicht mehr für die Zeiten des Elektroantriebs. Die Möglichkeiten der Automanager hängen viel von Rahmenbedingungen ab – aber an einer Stelle sollten sie auf keinen Fall sparen.
Die Arbeitslosigkeit wächst, trotzdem finden Unternehmen keine Arbeitskräfte. Nur einer beschäftigt immer mehr Leute: der Staat.
Das Wirtschaftsminsterium produziert die meisten Informationspflichten, aber bei Weitem nicht die höchsten Bürokratiekosten.
Rund 66 Milliarden Euro kostet die Bürokratie die deutsche Wirtschaft – jährlich. Die Unternehmen drängen auf weniger Vorschriften. AfD und BSW nutzen das für den Wahlkampf.
Millionen Deutsche haben Anspruch auf staatliche Zuschüsse für Mieten oder das Eigenheim. Sogar ein Teil der Mittelschicht kann profitieren. Doch viele wissen nichts davon – und die Bürokratie schreckt ab.
In Hessen arbeiten Erzieherinnen aus Namibia in Kitas, in Nordrhein-Westfalen soll das nicht gehen: Das Beispiel wirft ein Schlaglicht darauf, was schiefläuft bei der Anwerbung von Fachkräften.
Die Autoindustrie sieht angesichts hoher Energiepreise und überbordender Bürokratie die Produktion in Deutschland in Gefahr.
Eine Software soll der grün-schwarzen Landesregierung helfen, einen Überblick über die unzähligen Förderprogramme zu bekommen – um dann zu entscheiden, welche überhaupt noch sinnvoll sind.
Ohne Bürokratie ist kein Staat zu machen. Aber zu viel davon unterminiert den Staat. An dem Punkt sind wir. Verantwortlich dafür sind die Illusionen der Siebzigerjahre, die noch immer nachwirken.
Ohne Bürokratie ist kein Staat zu machen. Aber zu viel davon unterminiert den Staat. An dem Punkt sind wir. Verantwortlich dafür sind die Illusionen der Siebziger Jahre, die noch immer nachwirken.
Mehr Digitalisierung, mehr Zentralisierung: Die grün-schwarze Landesregierung beschließt Maßnahmen, um Bürokratie abzubauen. Doch den Kommunen und der Wirtschaft gehen die nicht weit genug.
Das Schuljahr ist nun fast überall vorbei – für manche war es besonders hart. Denn immer mehr Kinder kommen in der Schule nicht allein klar. Bis sie einen Inklusionshelfer bekommen, dauert es manchmal ein ganzes Jahr.
Mit scharfer Kritik an der überbordenden Bürokratie hat der Bergsträßer Landrat Christian Engelhardt bundesweit Aufmerksamkeit gewonnen.
Die Berufsaussichten sind hervorragend, das Gehalt ist gut, die Arbeit sinnstiftend – doch der Lehrerberuf hat ein schlechtes Image. Was erwartet künftige Lehrkräfte wirklich?
Regeln, Regeln, Regeln. Nun steht nicht nur Dauergebimmel während der Fahrt ins Auto, sondern eine industriepolitische Frage von womöglich existenzieller Bedeutung im Raum.
Die FDP schließt ihren Europawahlkampf im prallen Frankfurter Leben ab. Dabei scheut die Spitzenkandidatin nicht den Kontakt zu Gegnern.
Die Stimmung der Unternehmen in Wiesbaden, Hochheim und dem Rheingau-Taunus-Kreis ist weiterhin „stark getrübt“.
Was dem Staat und der Wirtschaft durch KI tatsächlich droht: Mathias Binswanger, Bruno Frey und Christian Ulbrich heben sich wohltuend von der ebenfalls existierenden Technik-Apokalyptik ab.
Im Zeichen des Wettbewerbs sind die Universitäten zu Dienern der Bürokratie geworden. Dagegen muss Wissenschaft sich wehren. Ein Gastbeitrag.
Die Einführung des Verbrennerverbots von 2035 an bezeichnet BMW-Chef Oliver Zipse als „naiv“. Im Interview mit der F.A.Z. warnt er vor der Halbierung der Wertschöpfung der europäischen Automobilindustrie.
Die SPD-Fraktion hat eigene Vorschläge für den Bürokratieabbau vorgelegt. Kassenbons beim Bäcker sollen nicht mehr Pflicht sein und das Kindergeld automatisch beantragt werden.
Die Debatte über die Amtsführung von Robert Habeck rund um den Atomausstieg zeigt: Zwischen Fachebene und Ministeriumsspitze herrscht nicht immer Einigkeit. Am Ende kommt es in Vermerken nur auf eine Stiftfarbe an.
Geplant hatte der Wirtschaftsminister eine nette Plauderei mit dem Kabelspezialisten Lapp. Doch nach der Klage über die lähmende Bürokratie in Deutschland gesteht Habeck die Notwendigkeit einer „gedanklichen Umkehr“ ein.
Wenzel Cerveny will im bayerischen Aschheim einen Cannabisklub gründen. Sein Widersacher ist dabei nicht nur Markus Söder, sondern auch die Gemeinde – die ihn mit einem winzigen Spielplatz aufhalten will.
Wie man in den Regenwald hineinruft, so schallt es heraus: Allen Klagen über Entwaldung, Trockenheit und Borkenkäfer zum Trotz geht es uns waldmäßig ziemlich gut.
Die Grünen kontern FDP-Kritik an der geplanten Kindergrundsicherung. Es gebe keine neue Behörde, die Reform werde die Verwaltung sogar modernisieren. Mehr Personal sei dennoch nötig.
Der Streit über die Kindergrundsicherung gerät zu einem Streit über zu viel Bürokratie. Politiker sollten sich lieber dafür einsetzen, dass die Verwaltung besser wird.
Es findet sich immer ein Grund, warum mehr Bürokratie unbedingt sein muss. Ein Dilemma? Nicht für die Bundesfamilienministerin. Sie erklärt mehr Bürokratie einfach zu weniger.
Familienministerin Paus will 5000 Leute einstellen, um die Kindergrundsicherung auszuzahlen. Ein Service für Eltern, sagt sie. Doch die FDP sieht das anders und warnt vor neuer Bürokratie.
Weltphilosoph und Geschichtenerzähler Robert Habeck weiß: Der Staat macht keine Fehler. Wir sind auf Kurs. Das zeigt insbesondere die menschenfreundliche Bürokratie in Deutschland.
Ein alleinerziehender Vater mit pflegebedürftiger Mutter repräsentiert keine Standardfamilie. Und doch sagt das Beispiel viel über den deutschen Sozialstaat aus, wie eine brisante Studie nun zeigt. Wo es hakt – und wie die Kindergrundsicherung zu retten wäre.