Rainer Neske : Die Demontage eines Bankvorstands

In der Deutschen Bank hat der Privatkundenvorstand Rainer Neske einen harten und brutalen Machtkampf gegen Ko-Vorstandschef Anshu Jain verloren. Jetzt geht Neske. Der Konflikt köchelte schon lange.
Selbst einen ordentlichen Abschied mit einer offiziellen Ankündigung durch die Deutsche Bank hat er nicht bekommen. Statt dessen wurde Rainer Neskes bevorstehender Ausstieg vorab an die Medien durchgestochen, zwei Tage, bevor der Aufsichtsrat die Personalie offiziell beschließen will. Das interne Klima in Deutschlands größter Bank muss grauenhaft schlecht sein. Rainer Neske, 50 Jahre alt und seit 2009 Mitglied des Vorstands der Deutschen Bank, hat einen Machtkampf gegen den Ko-Vorstandsvorsitzenden Anshu Jain um die strategische Ausrichtung der Bank verloren. Dies alleine wäre vielleicht noch kein Grund gewesen, die Mitgliedschaft im Vorstand der Deutschen Bank aufzugeben. Immerhin handelt es sich nicht nur um eine gut bezahlte, sondern auch immer noch um eine sehr prestigeträchtige Position. Vieles spricht dafür, dass Neske geht, weil ihm die Art und Weise der Auseinandersetzung zu sehr missfallen hat.





