Zölle am laufenden Band :
Die Angst vor dem chinesischen Stahl

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In der Glüh- und Isolierlinie für die Produktion von Elektroband im Bochumer Werk von Thyssenkrupp läuft Stahlblech über Rollen.
In der Glüh- und Isolierlinie für die Produktion von Elektroband im Bochumer Werk von Thyssenkrupp läuft Stahlblech über Rollen.Lucas Bäuml

Nicht nur die Amerikaner schützen ihren Stahlmarkt. Viele Länder fürchten sich vor China – auch die Europäische Union. Kann das gut gehen?

Im Leitstand des Elektrobandwerks von Thyssenkrupp Steel in Bochum sitzen fünf Männer in blau-grauen Arbeitsanzügen. Jeder hat fünf bis zehn Bildschirme vor sich. Darauf sind Zahlenkolonnen und Grafiken zu sehen, auf einem auch ein rund 150 Meter langer Ofen: In orangegelber Farbe, die zu den glutheißen rund 1000 Grad Celsius im Innern der Anlage passt, schieben Rollen ein langes Stahlband vorwärts, bis es in einer Kühlung landet. Alles läuft vollautomatisch. Ihre Arbeitsplätze verlassen die Männer nur selten, zum Beispiel, wenn ein Behälter geleert werden muss oder wenn die Qualitätskontrolle Handlungsbedarf signalisiert. „Wir wissen gar nicht mehr so richtig, warum wir vorn im Leitstand Fenster eingebaut haben“, scherzt Werksleiter Markus Kovac. Hier seien 80 Prozent der Tätigkeit mittlerweile „Bildschirmarbeit“.

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