Frankreich nach der Wahl : Frankreich: Inflation, Atomkraft, Europa

Frankreichs Präsident muss eine Reihe von Problemen meistern – und muss eine wichtige Wahl noch gewinnen.
hmk./niza. Brüssel/Paris ⋅ Emmanuel Macron darf weitere fünf Jahre Frankreich regieren, steht wirtschaftspolitisch aber vor Herausforderungen. Der Ukrainekrieg hinterlässt wie in Deutschland seine Spuren. Um weniger als 3 Prozent wird die französische Wirtschaft laut Internationalem Währungsfonds in diesem Jahr wachsen – im vergangenen Jahr waren es noch 7 Prozent. Die Inflation ist stark gestiegen. All das drückt auf die Stimmung von Haushalten und Unternehmen, belastet den Arbeitsmarkt und schränkt den finanzpolitischen Spielraum des Staates ein.
Reformieren will Macron das Rentensystem. Das war vor der Corona-Pandemie nicht zuletzt am erbitterten Widerstand der Gewerkschaften gescheitert. Gegenwehr gibt es nach wie vor, auch aus der Bevölkerung, weshalb das Projekt als ambitioniert gilt. Vorgesehen ist, das Geflecht aus mehr als drei Dutzend Rentenkassen zu vereinheitlichen, Sonderregelungen für Staatsbetriebe wie EDF abzuschaffen und das Renteneintrittsalter schrittweise auf 65 Jahre zu erhöhen. Derzeit liegt es bei durchschnittlich weniger als 61 Jahren. Das ist laut dem Industrieländerclub OECD viel niedriger als in vergleichbaren Ländern.
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