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Studie zu Coronabonds : Deutschland zahlt, Italien profitiert – aber viel weniger als vermutet

Stillstand auch in Rom Bild: EPA

Berechnungen zeigen, wie viel Geld mit Coronabonds umverteilt werden würde – und warum Franzosen womöglich draufzahlen. Italien könnte längst nicht so viel profitieren, wie viele Politiker glauben. Dennoch blieben für Rom große Anreize.

          5 Min.

          Wie konkret Eurobonds – oder wie auch immer getaufte gemeinsame europäische Staatsschulden – aussehen könnten und welche finanziellen Folgen sie für die einzelnen Länder hätten, ist bisher noch wenig untersucht. Zwar fordern Politiker in Italien, Frankreich und anderen Länder große Beträge gemeinschaftlicher Schulden fast täglich.

          Tobias Piller

          Wirtschaftskorrespondent für Italien und Griechenland mit Sitz in Rom.

          Doch die Details bleiben vage. Somit kann jeder hinter dem Begriff Eurobonds zahlreiche unterschiedliche Wunschvorstellungen verstecken. Im Mannheimer Wirtschaftsforschungsinstitut ZEW hat nun Friedrich Heinemann in einer Studie untersucht, wie die Details, Begünstigten und Zahlmeister solcher Eurobonds aussehen könnten.

          Dabei hat er einerseits untersucht, in welchem Umfang finanzielle Umverteilung durch Eurobonds erfolgte. Andererseits wurde geprüft, ob mit der Ausgabe gemeinsamer Schulden nennenswerte Ersparnisse bei den Zinskosten erzielt werden können, wie es etwa von italienischen Politikern behauptet wird. Die Ergebnisse, die der F.A.Z. vorliegen, zeigen dabei unter anderem, dass nicht immer all diejenigen Länder begünstigt würden, die derzeit nach Eurobonds rufen.

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