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Weitere Nachrichten : Deutsche Bank denkt über Vergleich mit Kirch-Erben nach

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Bild: Reuters

Nestle erwägt die Beteiligung an L’Oreal zu verringern, Koenig & Bauer will bis 2016 wieder dividendenfähig werden und der Lufthansa-Aufsichtsratschef Mayrhuber fordert politische Hilfe gegen arabische Airlines.

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          Deutsche Bank denkt über Vergleich mit Kirch-Erben nach

          Im Milliarden-Prozess mit den Erben des Medienunternehmers Leo Kirch soll die Deutsche Bank Berichten zufolge einen Vergleich erwägen. Wie der „Spiegel“ meldet, soll die Münchner Staatsanwaltschaft dem Institut nahegelegt haben, einzulenken und sich mit der Familie Kirch zu einigen. Sollte die Deutsche Bank an ihrer - aus Sicht der Staatsanwaltschaft falschen - Darstellung festhalten, würden ihre Chancen in dem noch laufenden Schadenersatz- Prozess weiter sinken. Die Kirch-Erben fordern zwei Milliarden Euro.

          Nestle erwägt Verringerung der Beteiligung an L’Oreal

          Der Schweizer Nahrungsmittelhersteller Nestle erwägt Kreisen zufolge die Verringerung seiner 29-prozentigen Beteiligung am Kosmetikkonzern L’Oreal. Manager beider Unternehmen hätten bereits Gespräche mit Banken über einen solchen Schritt begonnen, berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf eingeweihte Personen. Angesichts der Größe des Anteils und der Verknüpfungen beider Unternehmen untereinander sowie mit der Gründerfamilie Bettencourt, welche ihrerseits 31 Prozent an L’Oreal halte, dürfte jedwede Verringerung Jahre in Anspruch nehmen. Kosmetik passt dem Bericht zufolge nicht mehr zur Strategie des Schweizer Nahrungsmittelkonzerns.

          Koenig & Bauer will bis 2016 wieder dividendenfähig werden

          Der Druckmaschinenhersteller Koenig & Bauer (KBA) will seine kurz vor Weihnachten bekannt gegebene Neuausrichtung zügig umsetzen und in zwei Jahren wieder eine Dividende an seine Aktionäre zahlen. „2016 wollen wir bei positivem Geschäftsverlauf wieder nachhaltig profitabel und damit dividendenfähig sein“, sagte KBA-Chef Claus Bolza-Schünemann der „Welt am Sonntag“. König & Bauer hat seine Umsatzziele für 2013 um etwa 200 Millionen Euro verfehlt. Den Grund dafür sieht Bolza-Schünemann in der Medienkrise: „Die Zeitungen und Magazine sind rückläufig, sowohl von der Auflage als auch vom Volumen her. Das trifft am Ende immer die Druckmaschine.“

          Lufthansa-Chefaufseher will politische Hilfe gegen arabische Airlines

          Lufthansa-Aufsichtsratschef Wolfgang Mayrhuber fordert im harten Wettbewerb mit den expandierenden arabischen Airlines Unterstützung aus der Politik. „Dort werden Flughäfen, Flugsicherung und die Airlines aus einer Hand geführt und als strategisches Werkzeug benutzt, um anderswo Passagiere abzuziehen“, sagte er dem „Spiegel“. Man müsse sich überlegen, wie man gegen diesen ungleichen und unregulierten Wettbewerb vorgehe.

          Winterkorn ermahnt Manager: Keine Abstriche bei Qualität zulassen

          Im Kampf der Autobauer um die Weltspitze hat VW-Chef Martin Winterkorn die Führungskräfte seines Konzerns ermahnt, keine Abstriche bei der Qualität zuzulassen. „Wir sind mit unseren Produkten mittlerweile weiter als mit einigen unserer Prozesse“, sagte der Manager der „Automobilwoche“ (Montag). „Wir dürfen unsere Fabriken nicht überdimensionieren und überkomplizieren - weniger ist da manchmal mehr“, betonte Winterkorn in einem internen Schreiben, das dem Fachblatt vorliegt. Die Konkurrenz sitze VW im Nacken, Wettbewerber kopierten die Mehrmarken-Strategie der Wolfsburger.

          Vorstandschef: HSH Nordbank vor dreistelligem Millionenverlust

          Die Verluste der HSH Nordbank für das abgelaufene Geschäftsjahr fallen wegen der tiefen Krise der Schifffahrt noch höher aus als erwartet. „Es wird, wie im vergangenen Frühjahr schon angekündigt, ein deutlich dreistelliger Millionenbetrag“, sagte Bankchef Constantin von Oesterreich dem Nachrichtenmagazin „Spiegel“. „Dabei liegt die Betonung auf deutlich.“

          Aufspaltung von Karstadt schreitet voran

          Die Aufspaltung der Warenhauskette Karstadt schreitet voran. Die einzelnen Sparten der Premium-, Sport- und Warenhäuser sollen nach dem Willen der Besitzer jetzt auch getrennte Betriebsräte erhalten. Der Arbeitsdirektor der Karstadt Warenhaus GmbH, Kai-Uwe Weitz, sagte am Sonntag auf dpa-Anfrage, jedes Unternehmen erhalte seine eigene Mitarbeitervertretung: „Damit können jeweils Betriebsrat und Geschäftsführung jedes Unternehmens eng zusammenarbeiten und spezifische Fragestellungen des Unternehmens am besten behandeln.“

          Dobrindt will mehr Internet an Bahnhöfen und in Zügen

          Die Deutsche Bahn soll nach dem Willen von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt ihr Internet-Angebot in den Bahnhöfen und Zügen deutlich ausweiten. „Erst rund 120 von etwa 5600 Bahnhöfen bieten einen Internet-Hotspot an“, sagte der CSU-Politiker dem Magazin „Focus“. Die Nutzung der Bahn werde für viele Kunden aber immer mehr zur Arbeitszeit - daher müsse der bundeseigene Konzern eine digitale Spitzenversorgung liefern. Um entsprechende Investitionen anzuregen, werde die Bundesregierung künftig „bestimmte finanzielle Unterstützungen des Bundes“ an eine Ausweitung des Internet-Angebots knüpfen, sagte Dobrindt.

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          SPD-Kanzlerkandidat persönlich : Scholz mit Herz

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