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Weitere Nachrichten : Commerzbank erwartet Gewinnrückgang in Mittelstandsbank

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Bild: dpa

Die Commerzbank rechnet im wichtigen Firmenkundengeschäft mit einem schwachen Ergebnis im laufenden Jahr, RWE prüft einem Bericht zufolge das vorzeitige Ende des umstrittenen Braunkohletagebaus Garzweiler und Celesio will die Kosten im Einkauf deutlich senken.

          Commerzbank sieht bei Mittelstandsbank keine Besserung in zweiter Jahreshälfte

          Die Commerzbank rechnet im wichtigen Firmenkundengeschäft vor allem wegen der höheren Risikovorsorge mit einem schwachen Ergebnis im laufenden Jahr. Nach einem Gewinneinbruch in den ersten sechs Monaten werde sich Lage bis Ende 2013 wahrscheinlich nicht bessern. „In der Tendenz würde ich sagen: Es wird so weitergehen wie bisher“, sagt der für die Mittelstandsbank zuständige Vorstand Markus Beumer der „Börsen-Zeitung“ (Dienstag). Bis Ende Juni fiel das operative Ergebnis um 38 Prozent auf 542 Millionen Euro. Weitere Details zur Entwicklung des Gewinns der Sparte machte er nicht. Doch schon jetzt steht fest: „Das Ergebnis wird nicht so gut wie 2012.“ Im vergangenen Jahr verdiente die Sparte operativ 1,65 Milliarden Euro und war damit mit Abstand die wichtigste Gewinnstütze im Konzern.

          RWE erwägt laut Medienberichten vorzeitiges Aus für Braunkohle-Tagebau Garzweiler

          Der Energiekonzern RWE prüft einem Bericht zufolge das vorzeitige Ende des umstrittenen nordrhein-westfälischen Braunkohletagebaus Garzweiler. Das Bergwerk könnte bereits bis zum Jahr 2018 geschlossen werden, berichtete die „Süddeutsche Zeitung“ (Dienstag) unter Berufung auf firmeninterne Szenarien. Demnach könnte der größte Tagebau Europas noch so lange betrieben werden, bis die Kohle in den Regionen gefördert ist, aus denen die Anwohner dem Abbau bereits weichen mussten. „Dies wäre 2017 oder spätestens 2018 der Fall“, hieß es in dem Bericht. Danach könnte der Abriss weiterer Orte und neue Investitionen in den Ausbau des Reviers gestoppt werden. RWE teilte der „SZ“ mit, dass es keine „konkreten Planungen“ gibt, „in 2017/2018 aus dem Tagebau Garzweiler auszusteigen“

          Celesio-Chefin will Kosten im Einkauf deutlich senken

          Der zuletzt in Turbulenzen steckende Pharmahändler Celesio will die Kosten im Einkauf deutlich senken. „In diesem Jahr werden es rund 15 bis 20 Millionen Euro sein, aber mittelfristig, in etwa fünf Jahre, könnten wir ein Volumen im dreistelligen Millionenbereich einsparen“, sagte Vorstandschefin Marion Helmes, die seit Anfang Juli an der Spitze des Unternehmens steht, der „Börsen-Zeitung“ (Dienstagausgabe). Um das Ziel zu erreichen, will sie den Einkauf konzernweit bündeln. Bisher habe jede Geschäftseinheit eigenständig verhandelt und eingekauft.

          Kreise: Vodafone ist nicht an brasilianischer TI-Sparte interessiert

          Der britische Mobilfunker Vodafone hat Kreisen zufolge kein Interesse an der brasilianischen Telecom-Italia-Tochter TIM Brasil Group. Vodafone habe keine Pläne, Anteile an dem brasilianischen Mobilfunker zu kaufen, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person der Nachrichtenagentur Bloomberg am Montag. Es gebe auch keine Gespräche zwischen Vodafone und Telecom Italia. Zuletzt hatte es Gerüchte gegeben, dass die Briten an dem zweitgrößten Mobilfunker des südamerikanischen Landes interessiert sein könnten und sich die Italiener womöglich aus dem Markt verabschieden wollen.

          Santander übernimmt Kreditkartengeschäft von Einzelhändler El Corte Ingles

          Die größte spanische Bank Santander hat ihr heimisches Konsumentenkreditgeschäft mit einer kleineren Übernahme ausgebaut. Für 140 Millionen Euro sicherte sich die Bank die Mehrheit an der Kreditkartensparte von El Corte Ingles, dem größten Einzelhändler des Landes. Zudem zahlt Santander vor Abschluss der Transaktion an El Corte Ingles eine Sonderdividende in Höhe von 140 Millionen Euro. Damit werde die Sparte mit 10,5 Millionen Kunden insgesamt mit 415 Millionen Euro bewertet, teilte Santander am Montag in Madrid mit. 2012 belief sich das Kreditvolumen der übernommenen Sparte auf 6,7 Milliarden Euro. Der Erlös habe bei 168,4 Millionen Euro betragen. Dabei erzielte das Segment einen Gewinn von 43 Millionen Euro.

          Bilfinger übernimmt Management von 23 HCI-Capital-Immobilienfonds

          Der Industrie- und Baudienstleister Bilfinger hat sein Geschäft mit dem Fondsmanagement mit einer Übernahme ausgebaut. Seit dem 1. Oktober werden die 23 geschlossenen Immobilienfonds der HCI Capital AG von Bilfinger Real Estate verwaltet, wie das im M-Dax notierte Unternehmen am Montagabend in Mannheim mitteilte. Finanzielle Details nannte Bilfinger dabei nicht, kündigte aber weitere Transaktionen dieser Art an. „Nach den Fonds der Falk-Gruppe, der zur IVG gehörenden Wert-Konzept den West Fonds Immobilien Anlagegesellschaft übernehmen wir nun die Management-Verantwortung für das vierte große Portfolio und erwarten weitere Mandate im Bereich geschlossene Fonds“, sagte Mario Liebermann, Geschäftsführer der Sparte Bilfinger Real Estate Fondsmanagement.

          Streit mit Hedgefonds: Oberstes amerikanisches Gericht lässt Argentinien abblitzen

          Der oberste amerikanische Gerichtshof (“Supreme Court“) hat Argentinien im Rechtsstreit mit Hedgefonds um alte Anleiheschulden eine Abfuhr erteilt. Die Richter lehnten einen Antrag auf Berufung am Montag in New York in schriftlicher Form ab. Für Argentinien rückt der Zahlungsausfall dadurch näher.

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