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Weitere Nachrichten : Chinesische Aktien auf Erholungskurs

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Karten spielen, Aktien kaufen - alles eins Bild: dpa

Die amerikanische Notenbank zeigt sich uneins über den Zeitpunkt für eine Zinswende. Der österreichische Verfassungsgerichtshof will das Sanierungsgesetz für die Hypo-Alpe-Adria-Bank offenbar kippen.

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          Die chinesischen Aktienmärkte sind am Donnerstag auf Erholungskurs gegangen. Der Index CSI 300 lag im Vormittagshandel gut ein Prozent im Plus und der Shanghai Composite um 0,15 Prozent. Dies sorgte auch auf anderen asiatischen Märkten für Entspannung: Der MSCI-Index für die Region Asien-Pazifik (ohne Japan) stieg um ein Prozent.

          In Japan sank der Nikkei-Index bis zu 3,2 Prozent auf den tiefsten Stand seit drei Monaten. Später zogen die Kurse in China auch die japanische Börse nach oben. Im Mittagshandel lag der Nikkei noch um 0,7 Prozent auf 19.602 Zähler im Minus.

          Am Devisenmarkt gab der Euro etwas nach. Er kostete 1,1072 Dollar nach 1,1077 am Mittwochabend in New York. Die amerikanischen Währung wurde mit 121,08 Yen bewertet. Der Schweizer Franken notierte zum Euro mit 1,0465 und zum Dollar mit 0,9449. (Reuters)

          Amerikanische Notenbank uneins über Zeitpunkt für Zinswende

          Die Führungsspitze der amerikanischen Notenbank Federal Reserve ist sich nicht einig über den geeigneten Zeitpunkt für die Zinswende. Einige Mitglieder des Offenmarktausschusses (FOMC) hielten die Bedingungen dafür bereits für gegeben oder bald erfüllt, wie aus den am Mittwochabend (MESZ) veröffentlichten Protokollen der Juni-Sitzung hervorgeht. Viele der FOMC-Mitglieder um Fed-Chefin Janet Yellen wollten jedoch zunächst weitere Hinweise darauf sehen, dass sich die Wirtschaft gefestigt hat. Eine Reihe von Notenbankern warnte vor voreiligem Handeln.

          Obwohl sich die Verschärfung der Schuldenkrise um Griechenland zum Zeitpunkt der Zinssitzung Mitte Juni noch gar nicht abgezeichnet hatte, äußerten die amerikanischen Währungshüter Sorge über etwaige Turbulenzen an den Märkten der Euro-Zone und ein Übergreifen auf die Vereinigten Staaten.

          Eine Reihe von Fed-Beobachtern rechnet für September oder zum Jahresende mit dem ersten Zinsschritt - eine Einschätzung, die durch die Protokolle nicht in Frage gestellt wurde. Auch der Chef der Fed von San Francisco, John Williams, machte in einer Rede deutlich, dass die Zinserhöhung trotz möglicher Gefahren durch die Entwicklung in Übersee dieses Jahr ansteht. Ein Ausscheiden Griechenlands aus der Euro-Zone ("Grexit") sei unwahrscheinlich. Dieses Risiko sei gering und könne die gute Konjunkturentwicklung in den Vereinigten Staaten nicht überlagern. (Reuters)

          Gericht will Hypo-Schuldenschnitt teilweise kippen

          Der österreichische Verfassungsgerichtshof (VfGH) will einem Pressebericht zufolge das Hypo-Sanierungsgesetz (HaaSanG), mit dem die Gläubiger der Krisenbank zur Kasse gebeten werden, teilweise aufheben. Gekippt werden soll den Angaben zufolge "die zentrale Stelle des Gesetzes, also der Schuldenschnitt", schreibt die Zeitung "Der Standard" (Donnerstag).

          Durch das Gesetz, das seit 1. August 2014 in Kraft ist, sind Forderungen der BayernLB im Volumen von fast 800 Millionen Euro sowie Verbindlichkeiten der Nachranggläubiger in etwa gleicher Höhe erloschen. Gleichzeitig wurden auch die Landeshaftungen, die es dafür gab, gekippt.

          Die betroffenen Gläubiger sind gegen das Gesetz Sturm gelaufen. Der VfGH hatte eine Entscheidung bis Herbst angekündigt. Jetzt könnte es aber bereits früher so weit sein: "Der Standard" habe aus wohlinformierten Kreisen erfahren, dass die Höchstrichter bereits entschieden hätten und für eine Teilaufhebung seien. Allerdings könnte aber jener Teil des Hypo-Sanierungsgesetzes bestehen bleiben, mit dem die BayernLB zur Kasse gebeten wird. Denn dem Vernehmen nach könnte die Aufhebung wegen Verfassungswidrigkeit nur die Nachranggläubiger treffen. In dem Fall bliebe der Haircut für die BayernLB bestehen. (dpa-AFX)

          Verbraucherkredite in Vereinigten Staaten steigen im Mai weniger als erwartet

          In den Vereinigten Staaten ist das Volumen der Verbraucherkredite im Mai weniger als erwartet gestiegen. Im Vergleich zum Vormonat habe die Kreditvergabe um 16,1 Milliarden Dollar zugelegt, teilte die amerikanische Notenbank am Mittwoch in Washington mit. Volkswirte hatten im Schnitt mit plus 18,5 Milliarden Dollar gerechnet. Im Vormonat war das Kreditvolumen um revidierte 21,4 (zunächst 20,5) Milliarden Dollar gestiegen. (dpa-AFX)

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