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Markteinblick : Kurzzeitiger Eurokurssprung

  • Aktualisiert am

Bild: F.A.Z.

Der Dollar ist am frühen Donnerstag zum Euro kurzzeitig auf ein Zwei-Jahres-Tief eingebrochen.

          Immer mehr Anzeichen sprechen dafür, dass das amerikanische Wachstum durch die Schließung der Regierung belastet worden ist, was wiederum dazu führen könnte, dass die Konjunkturmaßnahmen der Federal Reserve später als erwartet zurückgefahren werden dürften.

          Das führte am Morgen zu einem deutlichen Fall des Dollarkurses, der aber nur kurz anhielt. Der Euro stieg zum Dollar bis auf 1,3821 Dollar auf den höchsten Stand seit November 2011. Mittlerweile notiert er gegenüber dem Vortag fast unverändert. Zum japanischen Yen legte der Euro bis auf 134,74 Yen zu und liegt jetzt bei 134,35 Yen. Der Dollar notierte zum Yen nahezu unverändert bei 97,46 Yen.

          Volkswirte gehen davon aus, dass die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in Amerika in der Woche bis zum 12. Oktober gestiegen ist. Die Zahlen werden am Nachmittag vom Arbeitsministerium bekannt gegeben. „Die anstehenden amerikanischen Daten werden wahrscheinlich nicht dazu führen, dass wieder über ein Zurückfahren der Fed-Maßnahmen gesprochen wird“, sagt Janu Chan, Volkswirt bei St. George Bank Ltd. in Sydney. „Es ist wahrscheinlicher, dass der amerikanischen Dollar weiterhin seine Mühe haben wird.”

          Der Euro erhielt zudem Unterstützung durch Prognosen, wonach der Industrie- und der Dienstleistungssektor in der Region im Oktober gestiegen sein dürfte. Zum Franken legte der Euro 0,1 Prozent auf 1,2307 Franken zu. Gegenüber dem Dollar gewann die Schweizer Währung 0,2 Prozent auf 89,07 Rappen.

          Dax nähert sich den 9000 Punkten

          Die deutschen Aktien sind am Donnerstag mit Gewinnen gestartet. Der Dax steigt um 0,6 Prozent auf 8973 Zähler und nähert sich damit der Marke von 9000 Punkten. Der marktbreite F.A.Z.-Index gewinnt 0,55 Prozent auf 1896 Stellen. Gute Konjunkturdaten aus China stimmen die Anleger zuversichtlich – der vorläufige Einkaufsmanagerindex der Großbank HSBC kletterte im Oktober auf 50,9 Punkte von 50,2 Zählern im September und damit auf den höchsten Stand seit sieben Monaten. „Pekings 7,5-Prozent-Wachstumsziel scheint für 2013 in trockenen Tüchern zu sein“, sagen die Analysten der NordLB.

          Daimler verzeichnen ein Plus von 2,5 Prozent. Im dritten Quartal stieg der Betriebsgewinn um 16 Prozent auf 2,2 Milliarden Euro. Für Gesprächsstoff sorgen auch Celesio : Der Pharmahändler McKesson will den Stuttgarter Rivalen für insgesamt 6,1 Milliarden Euro übernehmen. Der amerikanische Konzern will den Celesio-Aktionären 23 Euro je Aktie bieten . Die Titel notieren 4,7 Prozent fester bei 22,75 Euro.

          Adva Optical rutschen um 6,2 Prozent ab. Der Netzwerkausrüster hat im dritten Quartal einen Gewinneinbruch hinnehmen müssen. Kontron können mit ihrer Quartalsbilanz ebenfalls nicht punkten und verlieren vier Prozent.

          Rentenmarkt tendiert wenig verändert

          Knapp behauptet tendieren die deutschen Rentenmärkte am Donnerstag. Der richtungweisende Terminkontrakt auf die zehnjährige Bundesanleihe, der Bund-Future, verliert 2 Basispunkte auf 140,83 Prozent, der kürzer laufende Bobl-Future gewinnt dagegen 2 Basispunkte auf 124,74 Prozent.

          Dirk Gojny von der Essener National-Bank ist skeptisch: „Es sollte ihm schwer fallen, weitere Gewinne im Tagesverlauf einzufahren“, sagt der Analyst. Neue Einkaufsmanagerindizes am Vormittag sollten zeigen, dass sich die Stimmung in der Eurozone weiter aufhelle. Die wöchentlichen amerikanischen Arbeitsmarktdaten am Nachmittag sollten weiter von der Aussperrung im öffentlichen Dienst der Vereinigten Staaten verzerrt sein. Der Bund-Future sollte zwischen 140,40 und 141,30 Prozent pendeln.

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