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Erfolgreiches Konzept : Deutsche Häuser für den Mittelstand

Heimat für den deutschen Mittelstand im Ausland. Bild: German Centre Shanghai

20 Jahre gibt es das Konzept der German Center nun in Asien und noch immer ist es aktuell.

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          Die Landesbanken wollen auf lange Sicht mehr Deutsche Häuser in Asien bauen. Michael Horn, als Stellvertretender Vorstandsvorsitzender der LBBW für die Zentren zuständig, sagte im Gespräch mit dieser Zeitung, er könne sich weitere German Center in Vietnam, Indien oder China vorstellen. „Rund 40 Prozent der Mieter sind Kunden unserer Bank. Das bringt uns viel“, sagte Horn. Am heutigen Montag feiern die Industriezentren, die für die Ansiedlung des Mittelstandes gebaut wurden, ihren 20 Gründungstag im German Center Singapur (siehe ausführlicher Bericht im heutigen Wirtschaftsteil der F.A.Z.)

          Christoph Hein

          Wirtschaftskorrespondent für Südasien/Pazifik mit Sitz in Singapur.

          Bislang gibt es acht German Centre von Moskau über Mexiko bis nach China. Neben der LBBW, die auch die Markenrechte hält, betreibt die L-Bank ein Zentrum in der indonesischen Hauptstadt Jakarta. Die Bayerische Landesbank führt Schanghai, ist an Delhi zur Hälfte beteiligt und betreibt das künftige dritte chinesische Zentrum in Taicang. Nicht immer waren die Standortentscheidungen glücklich: In Indien entschieden sich Bayern und Stuttgarter gemeinsam für einen unglücklichen Standort in der Vorstadt von Delhi. Das von der LBBW in Moskau betriebene Zentrum segelte in die internationalen Turbulenzen. Derzeit ist es nur zu 45 Prozent ausgelastet, die Mieten fallen. „Wir zeigen aber weiter Flagge, wir halten das aus“, sagte Horn. Unter dem Strich sollten die Zentren, so wollen es deren heutigen Betreiber „eine schwarze Null ausweisen“. Das allerdings geht nur, wenn gut laufende Häuser wie Singapur oder Peking die anderen mittragen.

          Die Gründung der Zentren mit dem ersten Bau in Singapur geht zurück auf die Anregung des langjährigen Trumpf-Chefs Berthold Leibinger, der den Bau dem damaligen baden-württembergischen Ministerpräsidenten Erwin Teufel vorschlug – ihr Kern war die Vernetzung der Mieter. 1995 feierte man im Beisein des damaligen Bundeskanzlers Helmut Kohl Eröffnung des Hauses in Sinagpur, das 52 Millionen Singapur Dollar gekostet hatte. Getragen wurde es von der damaligen Westdeutschen Landesbank und der Südwestdeutschen Landesbank. „Wer in Asien erfolgreich sein will, muss in Asien präsent sein“, sagte Leibinger.

          Besser als Heinrich von Pierer, der frühere Vorstandschef von Siemens und Vorsitzende des Asien-Pazifik-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft es in seinem Grußwort zur Eröffnung in Singapur formulierte, kann man es auch heute nicht sagen: „Das deutsche Industrie- und Handelszentrum richtet sich besonders an die Vielzahl mittelständischer Unternehmen aus Deutschland, die in Singapur Fuß fassen wollen und dafür Beratung und ein geeignetes Umfeld suchen. Es geht um Exporte in die Region und die dafür erforderliche komplementäre Präsenz vor Ort, aber darüber hinaus auch um Wertschöpfung in den asiatisch-pazifischen Märkten selbst.“ Hans-Olaf Henkel, der damalige Vorsitzende des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) sekundierte: „Deutsche Häuser tragen dazu bei, gezielt die Risiken für mittelständische Unternehmen auf schwierigen Überseemärkten abzufedern.“

          Das Konzept hat gegriffen. Ihr Zentrum in Peking hat die LBBW gerade um 11500 Quadratmeter erweitert. Gleichzeitig investieren auch die Bayern: Sie eröffnen Mitte Dezember ein weiteres Deutsches Haus: In Taicang, wo traditionell der deutsche Mittelstand in China fertigen lässt.

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