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Bewerber um Kandidatur : Richtungskampf bei den Demokraten

Die demokratischen Bewerber um die Präsidentschaftskandidatur Pete Buttigieg (l-r), Bernie Sanders und Elizabeth Warren nehmen an der zweiten TV-Debatte teil. Bild: dpa

Die parteiinterne Auslese für die Präsidentschaftskandidatur wird mit harten Bandagen geführt werden – schon jetzt ist das so. Die Kluft in der Partei wird noch größer werden.

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          Mehr als zwanzig Bewerber wollen für die Demokraten in den Kampf gegen Donald Trump ziehen – das Feld ist so groß, dass man leicht den Überblick verliert. Allerdings kann man es ordnen: Sogenannte Progressive stehen Moderaten gegenüber. Die einen wollen die Vorwähler mit kühnen Ideen für sich gewinnen, etwa der einer Krankenversicherung für alle, die anderen wollen weiße Wechselwähler nicht abschrecken und ihnen keine „Märchen“ erzählen.

          Die parteiinterne Auslese wird mit harten Bandagen geführt werden; schon jetzt ist das so. Die Kluft in der Partei wird noch größer werden. Trump wird darüber entzückt sein, besonders dann, wenn der- oder diejenige, der oder die ihn im nächsten Jahr herausfordern wird, zum linken Lager gehört. In jedem Fall verschiebt sich das politische Koordinatensystem der Demokraten erkennbar nach links.

          Aber schlägt das Herz der meisten ihrer Wähler mittlerweile wirklich links? Und, wenn ja, mehrt oder mindert ein linkes Programm die Chancen, Trump im Hauptkampf zu schlagen? Vermutlich spielt es ihm in die Karten, von wegen Dämonisierung des Gegners.

          Klaus-Dieter Frankenberger

          verantwortlicher Redakteur für Außenpolitik.

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