Trumps Angriffe :
Deutschland ist kein Vasall

Klaus-Dieter Frankenberger
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Im Beisein von Stahlarbeitern unterzeichnet Präsident Trump die Anordnung von Strafzöllen.
Im Beisein von Stahlarbeitern unterzeichnet Präsident Trump die Anordnung von Strafzöllen.AP

Der Nationalist Trump malt sich offenbar schon aus, wie Deutschland in einem Akt der Demütigung um Straferlass betteln und versprechen werde, künftig brav seine „Verpflichtungen“ einzuhalten. Er sollte sich nicht täuschen.

Auf der Münchner Sicherheitskonferenz neulich versicherten seine Abgesandten noch, wie sehr sich die europäischen Partner auf die Vereinigten Staaten verlassen könnten. Doch als der amerikanische Präsident jetzt die Erhöhung von Zöllen auf Stahl- und Aluminiumimporte verkündete, schlug er, wieder einmal, Töne an, die einen an der atlantischen Gemeinschaft zweifeln lassen. Aus Sicht Donald Trumps sind es gerade die Verbündeten, die Amerika auf den Feldern Handel und Sicherheit seit Jahren über den Tisch zögen. Und der Oberbösewicht, so muss man Trumps Worte interpretieren, ist Deutschland. Das Mantra ist bekannt: Deutschland exportiere zu viel in die Vereinigten Staaten, und es gebe zu wenig Geld für Verteidigung aus. Dass beide Themen miteinander verknüpft werden, das aber ist neu. Der Nationalist Trump hat Deutschland schon lange auf dem Kieker; dass er es jetzt so heftig attackiert, da alle Welt vor einem Handelskrieg warnt, ist ein Affront.

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