Syrien :
Gescheitert

Klaus-Dieter Frankenberger
Ein Kommentar von
Lesezeit:

Die eingekesselte syrische Stadt Aleppo steht für das Scheitern der Syrien- und Russland-Politik Obamas. In das Machtvakuum sind andere Mächte gestoßen.

Vor drei Jahren hatte sich Barack Obama entschieden, die von ihm gezogene „rote Linie“ zu ignorieren und im syrischen Krieg nicht einzugreifen. Die Konsequenzen dieser umstrittenen und dennoch nachvollziehbaren Entscheidung wirken bis heute nach, bis zur Schlacht um Aleppo. Denn in das syrische Machtvakuum sind andere Mächte gestoßen, Russland und Iran zum Beispiel.

Deren Beistand und Intervention hat es der Diktator Assad zu verdanken, dass seine Stellung wieder gefestigt ist. Gegen die Rebellen geht er mit großer Brutalität vor, Rücksicht auf die Zivilbevölkerung, was immer seine Propaganda behauptet, nimmt er nicht. Selbst dabei erhält er die militärische Unterstützung Russlands. Dafür hat der amerikanische Präsident nun Moskau kritisiert; er weiß nicht, ob er Putin noch trauen kann, nennt Russland einen verantwortungslosen Akteur.

F.A.Z.-Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen

F.A.Z. bei Google bevorzugen

Die Hoffnung auf Waffenstillstand hat sich zerschlagen, die Hoffnung auf ein gutes Verhältnis mit Russland generell ist schon lange verflogen. Das eingekesselte Aleppo steht für das Scheitern der Syrien- und der Russland-Politik Obamas - und für Putins kalten Zynismus.

 

Empfehlungen
Stellenmarkt
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Stellenmarkt
Zum Stellenmarkt
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Stellenmarkt
Arbeitsvorbereiter:in (w/m/d) Verfahrenstechnik
Stadt Frankfurt am Main - DER MAGISTRAT -
Zum Stellenmarkt
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Stellenmarkt
Zum Stellenmarkt
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Stellenmarkt
Zum Stellenmarkt