Washington wirbt für die AfD : Vance schwenkt das blaue Fähnchen

Vor russischer Einmischung in den Wahlkampf brauchten wir uns nicht zu fürchten, sagt der amerikanische Vizepräsident. Und macht Werbung für die AfD.
Angesichts des Wirrwarrs der Äußerungen, die von amerikanischer Seite zum „Plan“ Trumps für eine Beendigung des russischen Angriffskrieges in der Ukraine gefallen sind, muss man ausnahmsweise einmal die Russen loben: Bei denen weiß man wenigstens, woran man ist.
Die Trump-Administration irritiert aber nicht nur mit einer Überrumpelung der europäischen Verbündeten, deren Geschwindigkeit auch in Washington selbst zu einem gewissen Orientierungsverlust geführt zu haben scheint, sondern auch mit einer Einmischung in den deutschen Wahlkampf, wie es sie wohl vonseiten Amerikas seit der Entnazifizierung nicht mehr gegeben hat.
Bei so viel Liebe vergisst die AfD ihren Antiamerikanismus
Dieses Mal aber warnt Washington nicht vor einer Rückkehr der Nazis, sondern fordert die deutschen Parteien zur Zusammenarbeit mit der AfD auf. Für die hatte schon Trumps Lieblingseinflüsterer Musk so liebevoll die Werbetrommel gerührt, dass zumindest Weidel für eine Weile vergessen hat, wie tief verwurzelt der Antiamerikanismus in den Reihen der AfD ist.
Trotzdem schwenkt nun sogar noch Vizepräsident Vance das blaue Fähnchen. Alle „Mainstream“-Politiker in Europa ermahnte er, sich nicht vor ihren Völkern zu fürchten, die Zensur zu beenden und die russische Einmischung in ihre Wahlkämpfe nicht zu überschätzen. Offenbar allen Ernstes warnte Vance die Europäer auch noch davor, nicht in „sowjetischem Stil“ von Desinformation zu sprechen, wenn ihnen etwas nicht passe. Das übernimmt jetzt Washington.






