Politische Bücher : Familienpolitik ohne Gedöns

Familienpolitik führt zu Unrecht ein Schattendasein: Die Politikwissenschaftlerin Irene Gerlach bietet eine hilfreiche und wohltuend nüchterne Einführung.
Familienpolitik ist ein undankbares Metier. Ein Blumentopf lässt sich hier kaum gewinnen. Das liegt nicht nur daran, dass Gerhard Schröder keineswegs der einzige Kanzler war, der sie zur Kategorie „Gedöns“ zählte, sondern nur der Einzige, der das öffentlich aussprach. Die Gründe dafür liegen tiefer: Familienpolitik sei stärker als andere Politikfelder „in die Paradoxie von Wollen und Wirkung gestellt“, schreibt die Politikwissenschaftlerin Irene Gerlach in ihrer Einführung in die Familienpolitik. Das heißt, es kommt oft nicht das heraus, was man eigentlich erreichen wollte. Und ob überhaupt etwas herauskommt, lässt sich nur schwer feststellen. Erkennbar ist es, wenn überhaupt, oft erst mittel- oder langfristig, siehe Elterngeld und Elternzeit.


