Ministerin im Interview : Lambrecht verlangt höheren Etat für Munitionsvorräte
Seit Tagen steht Verteidigungsministerin Lambrecht in der Kritik, weil es der Bundeswehr an Munition und anderer Ausrüstung fehlt. Jetzt äußert sie sich im F.A.Z.-Interview.
Verteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) hat baldige Großbestellungen für die Bundeswehr angekündigt und eine Steigerung ihres Etats verlangt, um fehlende Munition möglichst rasch zu beschaffen. Im Gespräch mit der F.A.Z. sagte Lambrecht, Munition werde dringend benötigt. „Das bedeutet, der Verteidigungsetat wird im nächsten Jahr deutlich anwachsen müssen, damit genügend Geld da ist, um die Munitionsvorräte wieder aufzufüllen.“ Die Ministerin wird seit Tagen dafür kritisiert, dass die Bundeswehr neun Monate nach Beginn des russischen Überfalls auf die Ukraine noch immer keine Munition und kaum Rüstungsgüter bestellt habe, um die Bundeswehr zu ertüchtigen. Lambrecht sagte dazu auch: „ Die Bundeswehr würde heute besser dastehen, wenn wir nicht umfangreich aus eigenen Beständen Waffen und Munition an die Ukraine abgegeben hätten, keine Frage. Aber wir fühlen uns verpflichtet, Kiew in seinem mutigen Kampf beizustehen.“
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