Trumps Präsidentschaft : Angst um Amerika, Liebe zu Deutschland

Viele Amerikaner, die in Berlin leben, kämpfen gegen Donald Trump. Sie zahlen gerne Steuern und haben Angst vor einem neuen Antiamerikanismus. Über ein Treffen mit therapeutischer Wirkung.
Er sei zwar gerade sehr beschäftigt, schreibt der 28 Jahre alte Amerikaner Jake Schneider kurz vor dem Treffen in Berlin, doch er werde kommen, denn: „It's important.“ Das Thema ist zu wichtig, der Gesprächsbedarf zu groß – nachdem das Unvorstellbare Gestalt angenommen hat. Donald J. Trump ist seit einer Woche Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Und darüber zu sprechen, scheint nicht nur Jake Schneider ein riesiges Bedürfnis, sondern auch den anderen in Berlin lebenden Amerikanern, die an diesem Mittag in einem Café im Bezirk Mitte verabredet sind. Eine Diskussion, die für sie schon fast eine therapeutische Wirkung hat, wie sie später sagen werden. Es ist, als müssten sie sich endlich einmal all das von der Seele reden, was sie zu lange schon bedrückt und umtreibt.





