Missbrauch im Bistum Trier : 195 beschuldigte oder überführte Täter

Der Zwischenbericht zu sexuellem Missbrauch im Bistum Trier war mit Spannung erwartet worden, auch weil Bischof Ackermann als Missbrauchsbeauftragter der Bischofskonferenz eine Vorbildfunktion hat – zumindest in der Theorie.
Die Erwartungen an den ersten Zwischenbericht der Unabhängigen Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs im Bistum Trier waren am Donnerstag hoch. Erstens war am Vortag publik geworden, dass im Bistum Trier in der Amtszeit von Bischof Stephan Ackermann vier Priester, die wegen sexuellen Missbrauchs oder des Besitzes von Kinderpornografie verurteilt wurden, danach in der Krankenhausseelsorge tätig waren. Das Bistum hatte einen Bericht der Beilage „Christ & Welt“ der Wochenzeitung „Die Zeit“ bestätigt. Demnach hat es sich teils um Kliniken mit Kinderstation gehandelt. Die Verantwortlichen seien nicht immer über die Vergangenheit der Geistlichen informiert worden.


