Organspende :
Spahns Widersprüche

Daniel Deckers
Ein Kommentar von Daniel Deckers
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Jens Spahn (links), Bundesminister für Gesundheit und Karl Lauterbach, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion am Montag in Berlin.
Jens Spahn (links), Bundesminister für Gesundheit und Karl Lauterbach, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion am Montag in Berlin.dpa

Wenn Parlamentarier aller Fraktionen unter Führung des Gesundheitsministers jeden Bürger zu einem potentiellen Organspender erklären, befremdet das nicht nur. Es ergibt auch keinen Sinn.

Es ist Bundesgesundheitsminister Jens Spahn nicht hoch genug anzurechnen, dass er sich wie keiner seiner Vorgänger des Leides der Menschen annimmt, deren einzige Chance auf die Rettung ihres Lebens oder auch nur auf Heilung oder Linderung von Krankheit oder Schmerz in dem Empfang eines gespendeten Organs liegt. Während Ministerkollegen vergleichbare Absichtserklärungen aus dem Koalitionsvertrag von Union und SPD dilatorisch behandeln, hat der CDU-Politiker den Gesetzgeber in wenigen Monaten mit Vorschlägen überzeugt, wie die strukturellen und finanziellen Voraussetzungen in den Entnahmekrankenhäusern so verbessert werden können, dass die Zahl der Organspender vermutlich erheblich zunehmen wird.

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