Dorf Dabel : Wo jeder fünfte Grundschüler Flüchtling ist

Im mecklenburgischen Dabel wurden viele Flüchtlinge untergebracht, gegen den Willen der Gemeinde. Nun gehen die Kinder auf die Dorfschule – für die Dorfbewohner ist es nicht das einzige Ärgernis.
Erst vor einer Woche seien sie angekommen, sagt der junge Mann. Vadym heißt er, seinen müden kleinen Sohn trägt er auf dem Arm, seine Frau kommt mit der Tochter gerade den Flur entlang aus der Gemeinschaftsküche. Sie stammen aus Mykolajiw in der Ukraine. Wie es ihnen hier gehe? Es sei okay, sagt Vadym. In ihrer Heimatstadt habe man es nicht mehr aushalten können. Sie hätten fliehen müssen, der russische Beschuss mit Raketen und Drohnen sei immer stärker geworden. Die Neuzugänge wissen vielleicht noch nicht, dass sie ein Politikum sind.


