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Konsequenzen aus Pisa : Deutsch lernen in der Kita

Krippen-Kinder in Hamburg Bild: dpa

In der jüngsten Pisa-Studie haben die deutschen Schüler nur mittelmäßig abgeschnitten. Bildungsministerin Karliczek will deshalb das frühe Vorlesen fördern – schon vor der Grundschule.

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          Nach dem mittelmäßigen Abschneiden deutscher Schüler bei der Pisa-Studie fordert Bundesbildungsministerin Anja Karliczek, CDU, das Augenmerk auf die noch Jüngeren zu legen. „Kinder sollten schon in den Kitas möglichst gut Deutsch lernen. Die Lehrer in den Grundschulen können dann darauf aufbauen“, sagte sie der F.A.S. Hoffnung setzt die Ministerin in das gerade begonnene Programm „Lesestart 1 – 2 – 3“: Eltern von Kleinkindern erhalten bei den Vorsorgeuntersuchungen beim Kinderarzt ein Bilderbuch und Vorlese-Tipps. „Damit wollen wir ein allgemeines Bewusstsein schaffen, wie wichtig, aber auch wie schön das frühe Vorlesen ist“, sagt Karliczek.

          Florentine Fritzen

          Redakteurin in der Politik der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte findet das gut. Der Aufwand, die Lesepakete zum ersten Geburtstag zu übermitteln, sei gering. „Die überwiegende Anzahl von Kindern wird in den Praxen zu Früherkennungsuntersuchungen vorgestellt“, sagt Vizepräsidentin Sigrid Peter. Die Eltern hätten dadurch oft Kontakt zum Arzt oder zur Ärztin, entsprechend hoch sei das Vertrauen. „Es ist ein sehr niedrigschwelliger Zugang vor allem zu den bildungsfernen Familien und Kindern aus anregungsarmen Familien.“

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