Wehrbeauftragter Otte : Beschönigung statt Wehrbericht

Der Wehrbeauftragte des Bundestages soll über die Bundeswehr und ihre Soldaten berichten und Schwachstellen benennen. Henning Otte wählte einen anderen Weg.
In besseren Zeiten war der Jahresbericht des Wehrbeauftragten ein verlässliches Kompendium zur inneren Verfassung der Streitkräfte. Schonungslos deckten die Beauftragten des Bundestages Materialmängel, Bürokratismus und habituelle Entgleisungen in der Truppe auf. Oftmals widersprachen sie den üblichen Beschönigungsversuchen der jeweiligen Minister. Hennig Otte jedoch geht einen anderen Weg: Sein Bericht will „kein Mängelbericht“ mehr sein und schweigt dort, wo es unangenehm wird. Damit begibt er sich in die Spur der amtlichen Beschöniger.
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