Gewalt in Indonesien : Indonesiens Präsident gibt vergangene Menschenrechtsverletzungen zu

Die Verfolgungen in Indonesien gehören zu den schwersten Verbrechen des 20. Jahrhunderts. Präsident Widodo bricht nun die Mauer des Schweigens.
Indonesien hat seit seiner Unabhängigkeit von der Kolonialherrschaft viele tumultartige Jahre erlebt. Wiederholt war es dabei zu Gewalttaten gekommen, deren Brutalität mitunter die Grenzen des Vorstellbaren sprengten. Bis heute tut sich das Land mit der Aufarbeitung schwer. Daher war es ein nicht unbedeutender Schritt, als der amtierende Präsident Joko Widodo am Mittwoch sein „tiefes Bedauern“ über grobe Menschenrechtsverletzungen in der Vergangenheit des Landes äußerte. Der 61 Jahre alte Präsident nannte unter anderem die Verfolgung von Kommunisten und deren Sympathisanten in den Jahren 1965 und 1966. Dabei waren Schätzungen zufolge zwischen einigen Zehntausend bis zu drei Millionen Menschen getötet worden.
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