Frankfurter Zeitung 17.03.1918 : Kriegsanleihen: Die Mobilmachung des Geldes

Der Krieg muss finanziert werden und alle müssen mit anpacken. Die Frankfurter Zeitung wirbt für Kriegsanleihen, indem sie die Deutschen an ihre Bürgerpflicht erinnert.
Um Montag, den 18. d. M., beginnt die Zeichnung auf die achte Kriegsanleihe. Ist es nötig, noch mit großen Worten zu sagen, daß sie wieder ein Erfolg werden muß, daß jeder Einzelne die Pflicht hat, das Seine dazu beizutragen? Wir meinen, nein. Als vor zwei Monaten kleine Bruchteile der deutschen Arbeiter in den Streik eintraten, nicht um sich der Arbeit für die deutsche Kriegsrüstung dauernd zu versagen, sondern nur, um mit einer von vornherein bloß für drei Tage geplanten Arbeitsruhe gegen politische Vorgänge zu demonstrieren, die ihnen als unerträgliche Aufreizung erschien, da wurde eine sehr laute Entrüstung gerade auch in den Kreisen mobil gemacht, von denen jetzt zu einem guten Teil der Erfolg der Anleihe abhängen wird. Daran möge man jetzt denken! Und nicht minder an die wahrhaft allgemeine Entrüstung, die die Streikandrohung des Generaldirektors Berghe von den Daimler-Werken soeben in dem ganzen deutschen Volke ausgelöst hat.





