Christen in Nigeria :
Verfolgt

Klaus-Dieter Frankenberger
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Unter Verfolgung leiden Christen in vielen Ländern. Die Anschläge in Nigeria zeigen, dass man vor dem militanten Islamismus nicht die Augen verschließen darf.

Dass Christen drangsaliert werden, ist kein Thema, das viele Zeitgenossen empörte oder auch nur bekümmerte. Es ist ein Randthema, und die Betroffenheitsindustrie hat sowieso andere Sorgen. „Zu keiner Zeit sind Christen wegen ihres Glaubens so zahlreich verfolgt worden wie heute.“ Es steht dahin, ob der Satz des Freiburger Erzbischofs Zollitsch, aus dem Trauer und Fassungslosigkeit sprechen, historisch akkurat ist. Aber unter Verfolgung leiden Christen in vielen Ländern; sie zeigt sich in alltäglicher Schikane oder in monströsen Verbrechen – wie jetzt in den Anschlägen am Weihnachtstag auf Kirchen in Nigeria. Urheber der Anschläge dort ist eine islamistische Terrorgruppe, die „westliche Bildung“ für Sünde hält – warum wohl? – und die Scharia im ganzen Land einführen will. Gerade zu einer Zeit, in der so viel über Dialog und Harmonie von Religionen und Kulturen die Rede ist, darf man vor dem militanten Islamismus nicht die Augen verschließen. Dessen Agenten wollen ein Regime der Furcht und Unterjochung errichten. Wir sollten unsere Stimme dagegen erheben, wo und wenn wir es können.

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