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Leben im Libanon : Wenn selbst die Hoffnung stirbt

Wenigstens die Balkone halten noch: Fassade in der Armenia Street in Beirut Bild: Maria Klenner

Seit fünf Jahren lebt unser Korrespondent Christoph Ehrhardt in Beirut. Zerstörung hat er in vielen arabischen Ländern gesehen. Diesmal hat es ihn getroffen: sein Zuhause, seine Familie.

          6 Min.

          Die Kinder! Das ist der erste Gedanke, als es passiert. Das Abendessen ist gerade fertig, dann ist da dieses dumpfe Geräusch, die erste Explosion. Dann ein ohrenbetäubender Knall, ein schrilles Zischen. Die Fensterscheiben bersten, Splitter schießen uns entgegen. Die Druckwelle ist am ganzen Körper zu spüren.

          Christoph Ehrhardt

          Korrespondent für die arabischen Länder mit Sitz in Beirut.

          Schnell die Kinder auf den Arm und raus, nur raus. Die Treppe runter zur Straße. Gegenüber liegt eine Kirche, in der Krypta hatte sich schon unser Vermieter verkrochen, als der Bürgerkrieg im Viertel tobte. Hatte er erst vor ein paar Tagen noch einmal erzählt. Also da rein? Wie ferngesteuert laufen wir doch erst einmal zum Auto.

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